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Berner Regierung sorgt sich um Medien

Die Berner Regierung will die Medien indirekt fördern. Damit soll unter anderem die Regionalberichterstattung im Kanton Bern gestärkt werden.

Die SDA-Regionalredaktion soll durch die indirekte Medienförderung gestärkt werden.
Die SDA-Regionalredaktion soll durch die indirekte Medienförderung gestärkt werden.
Gaetan Bally/Keystone

Der Kanton Bern soll die Medien mit einer indirekten Förderung stärken. Dies schlägt der Regierungsrat dem Grossen Rat vor. Die Massnahmen sehen unter anderem eine Unterstützung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA durch Förderbeiträge vor.

Damit soll die Regionalberichterstattung jener Zeitungs-, Radio-, TV- und Onlineredaktionen im Kanton Bern gestärkt werden, die sich bei ihrer Berichterstattung auf das Angebot von Keystone-SDA abstützen. Dies schreibt die Regierung in ihrem am Freitag publizierten Bericht über die Möglichkeiten der Medienförderung durch den Kanton Bern.

Als weitere Massnahmen schlägt die Berner Regierung den Aufbau einer kantonalen Onlineplattform für Medien, Parteien und Gemeinden vor. Ob auch private Medienpartner an der Plattform beteiligt wären oder ob die Privaten durch diese gar konkurrenziert würden, ist offen. Man sei erst auf der Stufe noch nicht konkretisierter Vorschläge, sagt Regierungssprecher Christian Kräuchi.

Zudem soll die Medienkompetenz von jungen Menschen gefördert werden und eine Stiftung für Medienförderung aufgebaut werden. Eine direkte Medienförderung– etwa in Form von finanziellen Beiträgen an Onlinemedien oder mit Beiträgen an die Lohnkosten von Medienschaffenden– lehnt der Regierungsrat hingegen ab. «Medien können ihre Rolle in einem demokratischen Staat nicht voll- kommen unabhängig erfüllen, wenn sie über eine finanzielle Förderung vom Staat abhängig sind.»

Der von der Regierung nun vorgelegte Bericht über die Medienförderung geht auf Motionen aus dem Grossen Rat zur Medienvielfalt zurück. Ein Auslöser war die Zusammenlegung der nationalen Berichterstattung in den Zeitungen des Tamedia-Verlags, zu dem auch die «Berner Zeitung» und der «Bund» gehören. Falls die vorgeschlagenen Massnahmen auf Zustimmung stossen, müsste zunächst das Informationsgesetz angepasst werden, um eine rechtliche Basis zu schaffen.

SDA/svb

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