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Wasser und Tourismus: Egger fordert Kultur der Kooperation

Gerade in Tourismusregionen werden an das Wasser vielfältige Ansprüche gestellt. Um die Anliegen aller Akteure unter einen Hut zu bringen, brauche es eine Kultur der Kooperation, forderte die bernische Energiedirektorin Barbara Egger am bernischen Wassertag vom Donnerstag.

Auf Wasser dürfe niemand einseitig Anspruch erheben, sagte Regierungsrätin Barbara Egger am bernischen Wassertag.
Auf Wasser dürfe niemand einseitig Anspruch erheben, sagte Regierungsrätin Barbara Egger am bernischen Wassertag.
Susanne Keller

Rund 480 Fachpersonen diskutierten am Wassertag über das Spannungsfeld, in dem sich Wasserbewirtschaftung und Tourismus bewegten.

Auf Wasser dürfe niemand einseitig Anspruch erheben, betonte Egger. Im Spannungsfeld von Nutzen und Schutz kämen sich die Akteure nicht selten ins Gehege. «Nachhaltige Wasserbewirtschaftung und Tourismus haben Konfliktpotenzial, sind aber gleichzeitig aufeinander angewiesen», sagte Egger.

Wasser als Quelle von Konflikten

Mit fortschreitendem Klimawandel gehe vom Wasser wohl auch ein wachsendes Konfliktpotenzial aus, vermutet Hansruedi Müller, Leiter des Forschungsinstituts für Freizeit und Tourismus der Universität Bern. Mit dem Gletscherrückzug, der Bildung von Gletscherseen, dem Auftauen des Permafrosts oder der Zunahme von Starkniederschlägen stiegen auch die Risiken im Tourismus.

Dieser müsse ein grosses Interesse an einer koordinierten und nachhaltigen Wasserbewirtschaftung haben, betonte Müller.

Wasser gelte bei der Planung von Ferien als eines der wichtigsten Entscheidkriterien, erklärte Nicole Diermeier von Schweiz Tourismus. Dies gelte auch für ausländische Gäste, die Ferien in der Schweiz verbrächten.

Lange sei das Wasser als Sehenswürdigkeit von Touristen passiv genossen worden. Heute seien aktivere Formen im Kommen, etwa River Rafting, Canyoning und Ähnliches, sagte Thomas Bieger, Rektor der Universität St. Gallen und Verwaltungsratspräsident der Jungfraubahn Holding AG.

Die Auswirkungen dieser neuen Tourismusprodukte liessen sich nicht so steuern und kanalisieren wie der Sightseeing-Tourismus, schloss Bieger.

SDA/met

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