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Weitere Kündigung im Behindertenamt

SVP-Gesundheits­direktor Pierre Alain Schnegg verliert eine weitere Kaderperson: Abteilungsleiter Claus Detreköy hat gekündigt.

Verliert eine weitere Kaderperson: Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg.
Verliert eine weitere Kaderperson: Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg.
Christian Pfander

Seit mehreren Jahren steht das kantonale Alters- und Behindertenamt in der Kritik. Immer wieder kam es etwa wegen mangelnder Kontrolle von Subventionsgeldern in die Schlagzeilen.

Zudem schlugen im letzten Jahr die sozialen Institutionen Alarm, weil aufgrund häufiger perso­neller Wechsel Geschäfte liegen gelassen würden. Im Oktober schliesslich kündigte der langjährige Amtsleiter Markus Loosli.

Seit nunmehr sechs Wochen hat seine Nachfolgerin Astrid Wüthrich die Führung übernommen. Und schon kommt es zu neuen Schwierigkeiten: Mit Abteilungsleiter Claus Detreköy hat der Verantwortliche für die Umsetzung des kantonalen Behindertenkonzepts gekündigt.

Jean-Philippe Jeannerat, Sprecher der zuständigen Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF), be­stätigt einen entsprechenden Bericht im «Bund». Zu den Gründen wollen sich weder Jeannerat noch Detreköy äussern.

Unmut vorhanden

Gemäss dem «Bund» steht die Kündigung in einem Zusammenhang mit der Umsetzung des Behindertenkonzepts.

Detreköy fehle die Voraussetzung, dass er dabei «einen tragenden und wirkungsvollen Beitrag» leisten könne, zitiert die Zeitung aus einem E-Mail, das der Abteilungsleiter Mitte Juni den Institutionen und Verbänden im Behindertenwesen geschickt hat. Detreköy verlässt die Abteilung per Ende September.

Die Umsetzung des Behindertenkonzepts liegt per sofort in der Verantwortung von Amtsleiterin Wüthrich. Dies, obschon Detreköy noch drei Monate im Amt bleibt. Diese rasche Übergabe sorgt gemäss «Bund» bei den Behindertenorganisationen für Beunruhigung. Es wird befürchtet, dass der Zeitplan der Umsetzung nicht eingehalten werden kann.

«Keine Verzögerung»

Laut GEF-Sprecher Jeannerat sind diese Befürchtungen un­begründet. Die Umsetzung sei nicht in Gefahr. Auch zu Verzögerungen sollte es nicht kommen. Für Wüthrich ist die rasche Übergabe der Verantwortung zudem ein normales Prozedere.

«Wenn eine Person gekündigt hat, sollte sie nicht mehr die Verantwortung für strategisch wichtige Projekte wahrnehmen, sondern für eine ordentliche Übergabe besorgt sein.»

Mit dem neuen Behindertenkonzept finanziert der Kanton künftig nicht mehr die Institutionen, sondern die Personen – je nach individuellem Bedarf. Sie können so selber entscheiden, wie sie leben und arbeiten wollen: ob in einem Heim, einer Wohngruppe oder zu Hause mit externer Betreuung.

mab

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