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Weniger Verkehrstote auf Berner Strassen

Auf den Strassen des Kantons Bern sind in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres 17 Menschen ums Leben gekommen. Das sind zehn Verkehrstote weniger als in der gleichen Vorjahresperiode. Auch die Zahl der Verletzten ist rückläufig.

Im ersten Halbjahr 2012 sind auf den Berner Strassen weniger Leute tödlich verunfallt als noch im Vorjahr in der gleichen Periode.
Im ersten Halbjahr 2012 sind auf den Berner Strassen weniger Leute tödlich verunfallt als noch im Vorjahr in der gleichen Periode.
Keystone

Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 1451 Personen bei Verkehrsunfällen verletzt, wie die Kantonspolizei Bern am Mittwoch mitteilte. In der Vorjahresperiode war diese Zahl mit 1472 etwas höher.

In den ersten sechs Monaten 2012 wurden auch weniger Personen bei Unfällen auf Fussgängerstreifen verletzt oder getötet: Die Zahl der Leichtverletzten sank von 40 auf 26, jene der Schwerverletzten von 16 auf 10 und jene der Getöteten von 4 auf 1.

Bei den verunfallten Kindern ging die Zahl der Leichtverletzten von 79 auf 75 zurück. Noch deutlicher war der Rückgang bei den schwerverletzten Kindern: Diese Zahl ging von 20 auf 11 zurück. Im ersten Halbjahr wurde kein Kind bei einem Verkehrsunfall getötet. In der Vorjahresperiode hatte es einen Todesfall gegeben.

Gestiegen ist indes die Zahl der Verunfallten, bei denen Alkohol als Ursache ermittelt wurde. Hier kletterte die Zahl bei den Leichtverletzten von 46 auf 71 und bei den Schwerverletzten von 24 auf 33. Hatte es in der Vorjahresperiode keine Verkehrstoten im Zusammenhang mit Alkohol gegeben, war dies 2012 bereits zwei Mal der Fall.

Im ersten Halbjahr verunfallten zudem bereits vier Motorradfahrer tödlich, wie die Kantonspolizei weiter mitteilte. In der Vorjahresperiode waren es zwei gewesen.

Tragischer Ausreisser im Jahr 2011

Für die insgesamt rückläufigen Zahlen nennt die Kantonspolizei keine konkreten Ursachen. Peter Sieber, Chef Verkehr, bezeichnete das Vergleichsjahr 2011 aber als «massiven Ausreisser».

Damals waren im ganzen Jahr 62 Menschen auf den bernischen Strassen ums Leben gekommen. Dagegen war 2010 mit 37 Verkehrstoten ein historischer Tiefwert vermeldet worden.

Wegen der verheerenden Zahlen im Jahr 2011 habe die Polizei reagieren müssen, sagte Sieber. Insbesondere die Aktion im vergangenen Spätherbst, als die Polizisten im Rahmen einer Kampagne direkt an Fussgängerstreifen die Verkehrsteilnehmer informierten, sei gut aufgenommen worden.

Die verschiedenen Kampagnen für mehr Sicherheit im Verkehr hätten insofern wohl auch etwas dazu beigetragen, die Zahl der Verkehrstoten zu senken. Die aktuellen Zahlen lägen wieder auf dem Niveau von vor 2011.

Weshalb die Zahl der Verkehrsunfälle im Zusammenhang mit Alkohol gestiegen ist, will die Polizei noch analysieren. Seit der Einführung der 0,5-Promille-Grenze im Januar 2005 seien diese Zahlen rückläufig oder konstant gewesen, sagte Sieber. Zum ersten Mal habe es nun einen Anstieg im Halbjahr gegeben. Die Polizei werde deshalb voraussichtlich die Alkohol- und Drogenkontrollen verstärken.

SDA/chh

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