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Wenn die Dorfbeiz abbrennt

Die Feuerwehr konnte das Rössli nicht mehr vor den Flammen retten. Wenige Tage später war klar, dass das Feuer gelegt worden war.
Rüfenacht im Winter 2012: An einem bitterkalten Nachmittag im Februar brach im Gasthof Sonne ein Feuer aus. Als die Feuerwehr eintraf, stand das Gebäude bereits im Vollbrand – und war nicht mehr zu retten. Verletzt wurde niemand, auch die Tiere im Ökonomieteil des Hauses konnte die Feuerwehr rechtzeitig in Sicherheit bringen.Die Kälte war eine Herausforderung: Das Löschwasser fror auf den Kleidern der Feuerwehrleute und auf den Ge­räten ein. Am nächsten Tag war die Brandruine mit einer Schicht Eis überzogen und glich einer Eisskulptur.Nach rund zehn Tagen war die Brandursache geklärt: ein überhitztes Kaminrohr. Die Strahlungswärme hatte das Feuer zu entfachen vermocht.Die Brandruine wurde abgebrochen, auf der Brache eröffnete im Dezember 2012 eine provisorische Beiz in einem Container – das Sonnen-Chalet. Bald wird es nun aber geschlossen, denn die Bauarbeiten auf dem Sonnen-Areal fangen an. Schon kurz nach dem Brand war klar, dass das Gebiet überbaut werden soll. Geplant sind Wohnungen, Gewerbefläche – Coop und die Bäckerei Reinhard – und ein Dorfplatz. (js)
Acht Jahre lang stand das Hotel Kaiseregg in Plaffeien leer – dann ging  es im Januar 2015 in Flammen auf. Das Feuer zerstörte das 100-jährige Gebäude vollständig. Gerüchte, dass der Brand möglicherweise gelegt worden war, machten schnell die Runde. Der Besitzer plante damals, das Gebäude zu sanieren. Das Restaurant ­sollte erhalten bleiben, in den oberen Etagen Wohnungen entstehen. Voraussichtliche Kosten: 600 000 Franken. ­Daraus wurden bald 2,5 Millionen Franken.  Hinzu kam, dass das Gebäude unter Denkmalschutz stand: Es durfte weder abgebrochen noch im äusseren Erscheinungsbild verändert werden. Der Besitzer versuchte, das Haus zu verkaufen – ohne Erfolg. Ermittler fanden schnell raus, dass der Brand gelegt war.  Jedoch gelang es ihnen lange nicht, die Täter zu finden. Erst im Zuge einer Vernehmung zu einem anderen Fall stiess ein Staatsanwalt auf den Brandstifter. Er wurde verurteilt. Vor Gericht mussten sich auch der Besitzer und sein Geschäftspartner verantworten. Sie gelten als Drahtzieher und wurden zu 30 Monaten respektive viereinhalb Jahren verurteilt. (js)
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