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2016 war einer der ozonärmsten Sommer

Ein Bericht der Volkswirtschaftsdirektion zeigt: Selten war die Belastung durch Ozon so gering wie in diesem Sommer. Trotzdem weist die Umgebungsluft immer noch zu viel Ozon auf.

Der regnerische Sommerbeginn und nur wenige längere Schönwetterphasen sorgten für eine geringe Ozonbelastung im Kanton Bern.
Der regnerische Sommerbeginn und nur wenige längere Schönwetterphasen sorgten für eine geringe Ozonbelastung im Kanton Bern.
Keystone

Die Belastung mit Ozon war im Sommer 2016 deutlich geringer als in anderen Jahren, wie die Volkswirtschaftsdirektion am Montag mitteilte.

Gemessen wird die Belastung in Anzahl Stunden, in denen der Ozongehalt den Grenzwert von 120 Mikrogramm übersteigt. Diesen Sommer waren das im Kanton Bern je nach Messstation zwischen 37 und 163 Stunden. Damit gehört der Sommer 2016 zu den ozonärmsten seit Beginn der Messungen vor 27 Jahren.

Tiefe Werte dank Wetter

Der Kanton führt die tiefen Werte auf die Wetterbedingungen zurück. Der häufige Regen und die kurzen Schönwetterphasen hätten den Aufbau von hohen Konzentrationen des Luftschadstoffs verhindert. Trotz der hohen Temperaturen überschritt die Belastung die Marke von 150 Mikrogramm nicht. Zum Vergleich: Im Sommer 2015 registrierten die Messstationen Werte von bis zu 190 Mikrogramm.

Für die Ozonbildung sind Stickoxide und flüchtige organische Verbindungen verantwortlich – die sogenannten Vorläuferschadstoffe. Seit Mitte der 1980er Jahre hat sich deren Ausstoss massiv reduziert. Trotzdem konnte der Ozongehalt in der Umgebungsluft kaum gesenkt werden und ist immer noch zu hoch. Das bestätigen auch die aktuellen Messungen aus dem Kanton Bern. Die Bemühungen, den Ozongehalt zu senken, müssten daher konsequent weitergeführt werden, so die Volkswirtschaftsdirektion.

Im Kanton Bern sollen die Vorläuferschadstoffe mit dem Massnahmenplan zur Luftreinhaltung reduziert werden. Damit könne der Kanton beispielsweise für ­industrielle Grossunter­nehmen technische und ­betriebliche Massnahmen anordnen, die über die normale Emissionsbegrenzung ­hinausgehen.

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