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«Wir können ja nicht einfach die Staumauern einpacken»

Auch im Oberland gibt es zwei aussergewöhnliche Beispiele für Gemeinden, die überdurchschnittlich von Unternehmenssteuern profitieren: In Guttannen hat die KWO einen immensen Einfluss. Und Interlaken lebt gut von der Tourismusindustrie.

Als die Steuererträge der Firma Straumann (weisses Industriegebäude vorne links) ausblieben, geriet die Gemeinde Villeret in finanzielle Schwierigkeiten.
Als die Steuererträge der Firma Straumann (weisses Industriegebäude vorne links) ausblieben, geriet die Gemeinde Villeret in finanzielle Schwierigkeiten.
Dominik Galliker
«Heute geht es uns besser als vor dem Absturz», sagt Richard Habegger, Präsident der Gemeinde Villeret.
«Heute geht es uns besser als vor dem Absturz», sagt Richard Habegger, Präsident der Gemeinde Villeret.
Dominik Galliker
Enge Bindung:  So wie die Kraftwerke Oberhasli mit dem abgebildeten Grimselsee und der Staumauer verbunden sind, ist auch die Gemeinde Guttannen auf die Steuereinnahmen der KWO angewiesen.
Enge Bindung: So wie die Kraftwerke Oberhasli mit dem abgebildeten Grimselsee und der Staumauer verbunden sind, ist auch die Gemeinde Guttannen auf die Steuereinnahmen der KWO angewiesen.
Bruno Petroni
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Vermutlich müsste eine Oberländer Gemeinde auf Rang 1 der Statistik stehen: Guttannen. Dann nämlich, wenn auch mitgerechnet würde, wie viel Liegenschaftssteuern die Unternehmen zahlen.

Guttannen profitiert hier extrem von den Kraftwerken Oberhasli. Sie liefern der Gemeinde jährlich eine runde Million Franken Liegenschaftssteuer ab – zum Vergleich: Durch natürlichen Personen nimmt Guttannen rund 600'000 Franken ein. Die KWO machen Guttannen zu einem kleinen Steuerparadies. Im kantonsweiten Vergleich liegt die Gemeinde zwar nur auf Rang 32. Im Vergleich zu den Oberländer Gemeinden ist Guttannen mit seinen 1,45 Einheiten aber auf sehr tiefem Niveau – wie Saanen und Gsteig.

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