Zum Hauptinhalt springen

«Wir sind viel zu pessimistisch»

Mehr Therapieplätze, schnellere Verfahren und eine konsequentere Trennung der Insassen: Strafrechtsprofessor Jonas Weber von der Universität Bern fordert nachhaltige Veränderungen im stationären Massnahmenvollzug.

Fordert eine Verdoppelung der Therapieplätze im stationären Vollzug: Jonas Weber, Professor für Strafrecht an der Universität Bern.
Fordert eine Verdoppelung der Therapieplätze im stationären Vollzug: Jonas Weber, Professor für Strafrecht an der Universität Bern.
Urs Baumann

Herr Weber, in den Regional­gefängnissen des Kantons Bern warten etliche Verurteilte auf eine Einweisung in eine Therapieinstitution. Wie kann das sein?Jonas Weber: Im Vordergrund stehen zwei Probleme: Es herrscht Platznot. Die Anzahl der Therapieplätze müsste eigentlich verdoppelt werden. Ausserdem landen zu viele Personen im stationären Massnahmenvollzug, die dort eigentlich nichts verloren haben. Bei denen würde eine normale Freiheitsstrafe ausreichen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.