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Wird die Note A++ zu leichtfertig gegeben?

Mitarbeiter, deren Leistung mit A++ bewertet wird, können mit maximal 10 Lohnstufen und einem Lohnplus von 7,5 Prozent rechnen. Doch für den Gehaltsaufstieg 2011 würden nur 2,75 Stufen gewährt, sagt Jean-Paul Weiler vom Personalamt.

Der Regierungsrat hat die Direktionen aufgefordert, die Beurteilungspraxis bei den Gehaltsaufstiegen zurückhaltender anzuwenden. Werden die besten Leistungsbewertungen A++ und A+ zu leichtfertig gegeben? Jean-Paul Weiler, stellvertretender Chef des kantonalen Personalamts:Insgesamt werden die Beurteilungen gemäss den Erwartungen vergeben, doch bestehen im Einzelnen noch grössere Unterschiede. Von Kaderleuten darf man erwarten, dass sie besondere Leistungen erbringen, weshalb sie auch überdurchschnittlich gut qualifiziert sind. Eine ausserordentliche Leistung zieht jedoch nicht automatisch eine dieser Leistung entsprechende Lohnerhöhung nach sich. Die prozentuale Lohnerhöhung des Kaders gegenüber dem übrigen Personal, bei gleichen Beurteilung A++, ist nicht höher, sogar leicht tiefer.

Erbringen Mitarbeitende tieferer Lohnklassen schlechtere Leistungen? Stellen in den obersten Gehaltsklassen sind mit besonders hohen Anforderungen und Belastungen verbunden, und von diesen Kaderangehörigen werden auch ein überdurchschnittlicher Einsatz und besondere Leistungen erwartet. Dies führt dazu, dass sie öfters als die anderen Mitarbeitenden mit A++ beurteilt werden. Es wäre aber falsch, daraus zu schliessen, dass tiefer eingereihte Mitarbeitende bezogen auf die Erwartungen an ihre Stelle schlechtere Leistungen erbringen würden. Gerade die Feststellung, dass die Beurteilungspraxis über die Gehaltsklassen hinweg nicht ausgeglichen ist, war einer der Gründe für die Intervention des Regierungsrates.

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