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Kanton beurlaubt Pfarrer Urwyler

KönizDie kantonale Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion hat gestern den

Mit der Beurlaubung folgt die Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion (JGK) dem Antrag des Könizer Kirchgemeinderats. Dieser will Pfarrer André Urwyler loswerden und beantragt beim Kanton dessen Amtsenthebung (wir berichteten). Die JGK begründet ihren Entscheid damit, dass genügend Hinweise für eine «nachhaltige und schwere» Zerrüttung des Vertrauensverhältnisses zwischen Urwyler und dem Kirchgemeinderat existierten. Dies könne eine Abberufung rechtfertigen. Es bestehe zudem ein öffentliches Interesse daran, dass die Kirchgemeinde Köniz und deren Organe ihre Aufgaben «möglichst ungehindert» und ohne «zusätzliche Erschwernisse» erledigen könnten. Verschärfte Situation Der Kanton kommt weiter zum Schluss, dass das Abberufungsgesuch des Kirchgemeinderats das angespannte Klima zwischen den Parteien zusätzlich verschärft habe. «Ein geordneter Betrieb ist kaum denkbar, solange Pfarrer Urwyler weiterhin sein Amt ausübt», schreibt die JGK. Dazu beigetragen habe auch, dass der Konflikt je länger, je mehr auch in der Öffentlichkeit ausgetragen werde. Wie der Mitteilung weiter zu entnehmen ist, schliesst der Kanton nicht aus, dass die zuständigen Behörden im Fall Urwyler versuchen werden, den Streit gütlich beizulegen oder dies zumindest zur Diskussion zu stellen. Deshalb solle eine weitere Verschärfung der Spannungen «unbedingt vermieden» werden. Die JGK gewichtet das öffentliche Interesse einer gütlichen Einigung höher als das private Interesse von Urwyler an seiner Pfarrtätigkeit. Eine Lohneinbusse ist mit der Freistellung nicht verbunden. «Ich bin nicht verurteilt» André Urwyler kann die Beurlaubung nicht nachvollziehen. «Diese Massnahme war nicht nötig, ich bin ja nicht verurteilt worden», sagte der Könizer Pfarrer der Nachrichtenagentur SDA. Er habe das Gefühl, man wolle ihn möglichst «vom Volk weghaben». Pfarrer Urwyler weilt zurzeit im Spital. Christian Liechti>

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