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Kein Fest ohne die fleissigen Helfer

166 Schwinger gaben am 100.Oberaargauischen Schwingfest ihr Bestes. Möglich machten das gut 300 Helfer, welche mit ihrem Engagement zum Erfolg des Anlasses beitrugen.

Im Sägemehlring sorgten am 100.Oberaargauischen Schwingfest in Rumisberg mit Simon Bohner und Bruno Gisler zwei Einheimische für tolle Leistungen. Vom OK-Chef bis zu den Männern, die das Sägemehl rechen, brauchte es in mehr oder weniger attraktiven Funktionen Hunderte von Helfern, welche mit ihrem Einsatz einen Beitrag zum Gelingen leisteten. Viele von ihnen kommen aus den Veranstaltergemeinden Farnern, Rumisberg und Wolfisberg. Unübersehbar sind, nicht nur wegen den Chüjermutzen, die Kampfrichter. Einer im Ring und zwei am Richtertisch, überwachen und benoten sie zu dritt die Arbeit der Akteure. Einer der 15 Protagonisten in Rumisberg war Reto Stampfli aus Flumenthal, eher ein «schwingerischer Spätzünder», wie er sich selber charakterisierte. Erst als 14-Jähriger fand er den Weg in den Schwingkeller. Und nach sieben Jahren war nach einer Knieverletzung schon wieder Schluss. Stampfli wurde zum Zuschauen verdammt. Bis er nach fünf Jahren beim Solothurner Kantonalverband und später beim Nordwestschweizer Verband Kampfrichter wurde. Das ist ein anspruchsvoller Job. Ein Kampfgericht muss streng und objektiv urteilen, und es darf sich weder mit den Schwingern noch mit dem Publikum auf Diskussionen einlassen. So steht es im Reglement. Nachdem die Kampfrichter die Notenblätter ausgefüllt haben, müssen diese möglichst schnell in das Rechnungs- und Einteilungsbüro gelangen. Dort werden Ranglisten aktualisiert und die Einteilungen für den nächsten Gang vorgenommen. Für einen effizienten Datentransfer sorgten Velokuriere. Einer von ihnen ist Käthi Lüthi aus Brienz mit Wurzeln in Wiedlisbach. Ihre Söhne Tobias und Simon meldeten sich als Helfer an und wurden bei der Radlercrew eingeteilt. Wegen Prüfungen musste Simon dann kurzfristig absagen, und Käthi Lüthi sprang ein. Ganz neu ist die Arbeit für sie nicht. Sie hilft regelmässig beim Ballenberg-Schwinget mit. Und als im Mai 2010 in Brienz das Berneroberländische stattfand, war sie Blumenschmuckchefin. Von keinem Schwingfest wegzudenken ist der Gabentempel. Dieser durfte sich auch in Rumisberg sehen lassen. Während zweier Jahre haben Herbert Ryf aus Farnern und sein Team dafür gearbeitet. Hilfreich war sein Netzwerk. Als Logistikdisponent nutzte er die Gelegenheit, bei Kunden erste Kontakte zu knüpfen. Viele zeigten Interesse, und nicht wenige liessen sich für eine Partnerschaft gewinnen. Wie viel Geld und Naturalgaben zusammenkamen, wird nicht bekannt gegeben. Aber eine höhere fünfstellige Summe dürfte es alleweil sein, wenn selbst der Letzte noch eine Flasche Wein und einen 150-Franken-Gutschein erhält. Schwingen und zuschauen machen hungrig. Im Festzelt managt Marianne Bohner aus Rumisberg mit einem Heer von Helfern den Service. Sie ist ein Gastroprofi. Trotzdem kommt auch sie noch ins Schwitzen. Zum Beispiel am Samstagmittag, wenn Hundertschaften zur gleichen Zeit das Zelt stürmen und innert kürzester Zeit ihren Braten mit Kartoffelstock haben wollen. Dazu kommt, dass sie mit einem Ohr die Lautsprecherdurchsagen mitverfolgt. Und wenn ihr Sohn Simon mit einem Kontrahenten zusammengreift, lässt sie es sich nicht nehmen, für ein paar Minuten abzuhuschen und am Ring zu stehen.Hanspeter Flückiger >

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