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Kein gutes Geschäft für Gemeinde

Zur geplanten Überbauung des Wendelsee-Areals in Oberhofen Die Berichterstattung im Geschäft Janus verdient es, um auf weitere Aspekte ausgeweitet zu werden. Vorab ist zu ergänzen, dass die Einspracheberechtigung der Stiftung Archicultura nicht aberkannt worden ist, wie dies die Gegenpartei erneut – und dieses Mal endlich erfolglos – angestrebt hatte. Dann ist weiter zu bemerken, dass die entscheidende Instanz, nämlich die kantonale Direktion Bau-Verkehr-Energie, ihre eigenen Ämter ungut desavouieren konnte, die leider bereits früher die Flachdach- und Kubusbauspezialisten frei gewähren liessen und sich um Hinweise des Vereins Ortsbildgestaltung Oberhofen (VOG) überhaupt nicht kümmerten. Dass bei der Behandlung der Einsprachen des VOG offenbar alles rechtens behandelt worden ist und dennoch das Hauptanliegen, ein harmonisches Dorfbild zu bewahren, umgangen werden kann, zeigt das vorliegende Geschäft in beängstigender Weise: «Völlig demokratisch» wird es möglich, mithilfe von offenem Handmehr und einträchtigen Politparteien dem Volk hinsichtlich Architektur «des Kaisers neue Kleider» anzudrehen. Es bleibt weiter also zu untersuchen, ob das Geschäft vom Statthalteramt Thun seriös geprüft oder nur durchgewinkt wurde. Der VOG wird sich mit der sogar in der Gemeindeversammlung öffentlich formulierten und von konditioniertem Parteivolk beklatschten Haltung «es ist sowieso schon so viel zerstört worden, dass es jetzt weiter auch nicht mehr drauf ankommt» nicht identifizieren. Schliesslich und auch hauptsächlich: Der Verkauf des Geländes am See ist sicher ein gutes Geschäft. Aber nicht für die Gemeinde! Paul LauberVOG-VorstandsmitgliedOberhofen>

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