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Kirche setzt Belohnung aus

Unbekannte Täter haben in Spiez vier Fenster der Dorfkirche zerstört. Der Schaden wird auf 30000 Franken beziffert, wie die Kapo Bern mitteilte. Wer mithilft, die Täter zu überführen, wird mit 1000 Franken belohnt.

Er nimmt kein Blatt vor den Mund. Ueli Haldimann, Sigrist in der Spiezer Dorfkirche, sagt was er denkt: «Das sind ‹Soucheibe›, die die Kirchenfenster zerstört haben. Sie müssen unbedingt zur Rechenschaft gezogen werden.» In der Nacht von letztem Freitag auf Samstag ist es passiert: Eine noch unbekannte Täterschaft warf bei vier verschiedenen Kirchenfenstern die Scheiben ein und verursachte damit einen Schaden von 30000 Franken. Dies teilte die Kantonspolizei Bern gestern mit. Für Hinweise, welche die Täterschaft überführen, hat die reformierte Kirchgemeinde Spiez eine Belohnung von 1000 Franken ausgeschrieben. Mundgeblasenes Glas Die zerstörten Fenster – sie bestehen aus mundgeblasenem Glas, die farbigen Scheiben sind in Blei gefasst – sind wie die Kirche selbst über hundert Jahre alt. Die Scheiben sollen wiederum durch mundgeblasenes Glas ersetzt werden. Sigrist Haldimann hofft, dass die Reparatur bis Ende November abgeschlossen sein wird. Dann sollten auch die anderen Renovationen abgeschlossen sein, die zur Zeit in der Kirche gemacht werden (unter anderem wird das Podest vergrössert und die Orgel revidiert). Schaden selber berappen Ueli Haldimann hält den rund acht Kilo schweren Stein in der Hand, mit dem die Täterschaft das Fenster rechts beim Eingang eingeschlagen hat und schüttelt den Kopf: «Es ist mir schleierhaft, wie jemand so respektlos sein kann.» Die anderen drei Fenster, die zu Schaden kamen, befinden sich an der Ostseite der Kirche. Bereits am vergangenen 5. Juni wurden an der Dorfkirche durch Unbekannte Fenster zerstört – ebenfalls an der Ostseite der Kirche. Damals belief sich der Schaden auf 6000 Franken. «Die Fenster sind für 6000 Franken versichert. Das heisst, dass wir die 30000 Franken, die aus der aktuellen Zerstörung erstanden sind, selber berappen werden müssen», weiss Ueli Haldimann. Er vermutet die Täterschaft unter den Jugendlichen, die sich am Wochenende im Areal um die Kirche «voll laufen lassen. Das wird zunehmend zu einem grösseren Problem.» Sarah McGrath-Fogal Sachdienliche Hinweise an die Polizei: Telefon 033 227 61 12. >

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