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Klaus Stauffer feiert graziös

Nach einer Umzugsodyssee mit seinen Tanzlokalen hat Klaus Stauffer nun auf dem Porzi-Areal in Langenthal die ideale Bleibe für sein Dance Center gefunden. Seit 35 Jahren unterrichtet der Langenthaler diverse Formen des Tanzes.

«Première position – eins, zwei, drei, vier!» Klaus Stauffers Stimme legt sich über die Musik ab Band. An den beiden Stangen stehen siebzehn junge Frauen und folgen den Anweisungen ihres Ballettlehrers. Einigen sieht man langjährige Erfahrung an; andere bekunden noch Mühe, die komplizierten Schrittfolgen nachzuvollziehen. «Es handelt sich hier um eine Ballettklasse für Erwachsene», erklärt Klaus Stauffer. Die Erfahrenen würden sie als Körpertraining nutzen, die Anfänger, weil sie diesen Tanzstil kennen lernen wollten. Odyssee mit den Lokalen Klaus Stauffer wechselte relativ spät vom Spitzensport zum Tanz. «In der neunten Klasse sah ich eine Ballettvorstellung und sagte mir: Das will ich auch können, und zwar verbunden mit Schauspielerei.» Mit einem KV-Abschluss in der Tasche begann er seine Ausbildung zum Tänzer, Schauspieler und Sänger. Nach einer Karriere als Tänzer und Musical-Darsteller entschloss er sich vor 35 Jahren, eine Tanzschule in Langenthal zu eröffnen. In diesem Jahr feiert er nun Jubiläum. Sein erstes Kurslokal in Langenthal war der Blaukreuz-Saal. Dort blieb Stauffers Schule jedoch nur kurze Zeit, weil der Boden für Tanzunterricht nicht geeignet war. Es folgte ein Umzug an die Haldenstrasse, wo später auch die Ludothek zu Hause war. «Der Raum war aber zu klein und hatte Säulen. Er war für Tänzer, die ja auch Sprünge machen und dafür Platz benötigen, nicht geeignet.» Also zog die Schule abermals weiter – diesmal in den Mühle-Silo. Dort waren die Bedingungen ideal. Sogar die Proben für das europäische Cats-Musical fanden in diesen Räumen statt. Doch ein Brand im Mühle-Silo zwang die Schule, nach 15 Jahren ein neues Domizil zu suchen. Klaus Stauffer wurde schliesslich an der Gaswerkstrasse 33, im ehemaligen Greiner-Gebäude, fündig. Auf dem Porzi-Areal Doch die idealen Bedingungen sollte er drei Jahre später finden. Im Jahr 2002 eröffnete er «dank der Unterstützung von Bekannten und finanzstarken Leuten» sein Dance Center in der Elektrowerkstatt der ehemaligen Porzellanfabrik. «Wir haben eine Nutzfläche von tausend Quadratmetern», schwärmt Klaus Stauffer. In vier Sälen mit Spiegeln werden heute die unterschiedlichsten Tanzstile unterrichtet: vom klassischen Ballett über Jazz- und Step-Dance bis hin zu Hip-Hop. Es werden aber auch Fitness- und Gymnastikkurse angeboten. Fortbestand ist garantiert Ein Teil der jungen Frauen macht im Saal einen fliegenden Wechsel vom klassischen Ballett zum Jazz-Dance. Unter den lauten, anfeuernden Rufen von Brigitte Berger tanzen und wirbeln die jungen Leute durch den Saal. Brigitte Berger gehört mit Hip-Hop-Tänzerin Christa Rytz und Susanne Schneeberger, Leiterin des Fitnessbereichs, zum 20-köpfigen Team. «Die drei Frauen sind die Säulen meiner Schule», sagt Klaus Stauffer. «Sie garantieren auch den Fortbestand, wenn ich mich zurückziehen werde.» Er ist überzeugt, dass auch in Zukunft die Tanzschüle-rinnen und -schüler nach dem Unterricht mit «Zufriedenheit und einem guten Gefühl» nach Hause gehen werden. Prisca Rotzler Köhli >

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