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Klossner war von Vorbild «Kilu» inspiriert

Rellerlialp-SchwingetSieger des 30.Rellerlialp-Schwinget wurde der Kirchdorfer Schenkel Adrian. Grossartiger Zweiter wurde der Diemtigtaler Klossner Daniel. Er ist wegen seines Nachbars «Kilu» Wenger zum Schwingsport gestossen.

Auf der Rellerlialp, dem höchstgelegenen und wegen der malerischen Bergkulisse auch schönsten Schwingplatz, wurde wieder zusammengegriffen. Das vom Schwingklub Saanenland bei der Bergstation der Rellerlibahn (1830 Meter über Meer) durchgeführte Schwingfest fand heuer bereits zum 30.Mal statt. Auch der Jubiläumsanlass wurde wie immer von heimeliger Volksmusik umrahmt. So traten das Schwyzerörgeliquartett Räbloch, die Alphornbläser Familie Mösching, das Jägerchörli Echo von Wanderlifluh und der Fahnenschwinger Osi Perreten auf. Zwei Wochen vor dem Unspunnen-Fest traten auf der Rellerlialp keine «Eidgenossen» an. Mit den kantonalen Kranzgewinnern Schenkel Adrian, Schütz Urs, Marti Stefan und Roschi Ruedi durfte sich die 50-köpfige Teilnehmerliste trotzdem sehen lassen. Auch wurden wie immer «böse Gäste» aus dem Sensler- und Greyerzerland eingeladen. «Jetzt ist auch Roschi Ruedi aufgewacht», frotzelte Platzspeaker Klaus Mösching, als sich der Mitfavorit nach zwei Startniederlagen endlich für einen Sieg 9,75 gutschreiben lassen konnte. Selbst vier Siege in Folge reichten aber nicht, das Fest noch zu gewinnen. Der Diemtigtaler Schwingerkönig-Sohn wurde in der Endabrechnung «nur» im Rang 6a klassiert. In den Schlussgang kamen mit Schenkel Adrian und Reust Markus zwei Schwinger des SC Münsingen. Schenkel machte mit seinem Trainingskollegen kurzen Prozess. Der 25-jährige Landwirt aus Kirchdorf besiegte Reust schon mit dem ersten Zug durch Überdrehen. «Es war für mich eine besondere Situation, erstmals mit Markus in den Schlussgang zu kommen. Weil wir uns gut kennen, rechnete ich mit einem Gestellten.» Klossner «überglücklich» Während Reust auf den vierten Platz zurückfiel, stiess Klossner Daniel vom Horboden auf den zweiten Platz vor. «Ich bin überglücklich. Das ist mein erster zweiter Platz», frohlockte der 21-jährige Schreiner. Klossner ist als Nachbar mit Schwingerkönig Wenger Kilian («Kilu») zur Schule gegangen. «Er hat mich damals animiert, mit ihm zum Schwingen zu kommen», verriet der sympathische Diemtigtaler. «Wenn ‹Kilu› mit uns beim Schwingclub Niedersimmental trainiert, gibt er uns stets gute Tipps und hilft uns, wo er kann», lobt er. Wegen des Lehrabschlusses habe er heuer das Schwingtraining etwas zurückschrauben müssen. Er nehme jetzt noch am Chemihütten-Schwingen teil und bereite sich dann gründlich auf die nächste Saison vor, verspricht Klossner. In seiner Rede dankte OK-Präsident Bruno von Siebenthal Vater Müllener, dass er seine Söhne Armin, Kurt, Jakob und Ueli dem Schwingsport zugeführt hat. Bester des Quartetts war Müllener Armin, welcher im Rang 6b klassiert wurde. Zur Gaudi der gut gelaunten Zuschauer musste Armin nach dem Schlussgang mit dem Genfer Gentina Vincent, der in Kürze heiratet, zusammengreifen. «So, das ist der letzte Gang, den ich verliere – in der Ehe werde ich immer gewinnen», witzelte der Bräutigam. Als der Heiratsschwank stattfand, war der Adelbodner Inniger Nick schon längst nicht mehr auf dem idyllischen Festplatz. Der Pechvogel hatte sich an der Schulter verletzt, er musste mit einem Rega-Helikopter ins Spital geflogen werden. Peter RussenbergerRanglisten-Auszug: 1. Adrian Schenkel (Kirchdorf) 58.50 /9,75/9,75/10.00/9.00/ 10.00/10.00). 2. Daniel Klossner (Horboden) 57.75 (8.75/9.75/9.75/9.75/9.75/10.00). 3. Urs Schütz (Schwandi) 57.25 (9.75/8.75/ 10.00/9.00/10.00(9.75. 4. Martin Reust (Gurzelen) 56.75. 5. Philipp Reusser (Sichen) 56.50. 6a. Ruedi Roschi (Oey) 56.25. 6b. Armin Müllener (Gstaad) 56.25. 7. Josjas Wittwer (Reichenbach) 56.00. 8a (Claudio Schafer (Brünisried) 55.75. 8b. Stefan Marti (Oberbütschel) 55.75. 8c. Dominik Kübli (Schönried) 55.75. >

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