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Knud Jacobsen malt noch leuchtender

galerie rosengartenDer 83-jährige Thuner Maler Knud Jacobsen zeigt in der gegenwärtigen Ausstellung fast nur neue Bilder. Die Gemälde wirken frisch, leuchtend und farbig. Die Jakob-und-Anna-Müller-Messerli-Stiftung ehrte den Künstler zudem mit ihrem Preis.

Dass Knud Jacobsen in Thun ein bekannter und beliebter Maler ist, liess sich leicht am Gedränge ablesen, das an der Vernissage in der Galerie Rosengarten herrschte. Wer Jacobsen kennt, weiss, dass er sehr selbstkritisch ist und nur Bilder ausstellt, hinter denen er voll steht. Darum erklärte er auch, dass es ihn viel Kraft gekostet habe, nochmals so viele Werke zu malen, um damit eine Einzelausstellung gestalten zu können. Zwei Drittel der ausgestellten Gemälde sind im letzten Jahr entstanden. Sie wirken noch flächiger, heller und leuchtender als Jacobsens frühere Werke. Der Künstler geht grosszügig mit dem Pinsel um; und ebenso grosszügig verwendet er Farbe. In jedem seiner Bilder sind Stimmungen, Licht und intensive Farben vorhanden. Öl und Aquarell Jacobsen malt am liebsten mit Ölfarbe. An der Ausstellung zeigt er aber auch einige Aquarelle und – leider – nur ganz wenige Zeichnungen. Seine Motive findet er in und um Thun, aber nicht nur. Er zeigt auch Bilder aus Südfrankreich oder von der Ostsee. Seine Landschaften sind bekannter als seine Porträts und dominieren auch diese Ausstellung. Werke wie «Kartenspieler», «Strassencafé-Philosophen», «Flötenspieler mit Muse» oder «Der Täter» ziehen aber ebenfalls die Aufmerksamkeit vieler Besucher auf sich. Beim Bild «Der Täter» handelt es sich mit Bestimmtheit um ein Selbstporträt. Von einzelnen Gästen darauf angesprochen, schmunzelt Jacobsen auf seine ihm eigene Art und bestätigt die Annahme erst später. Ehre für den Künstler An der Vernissage erhielt Knud Jacobsen zudem einen Preis der Jakob-und-Anna-Müller-Messerli-Stiftung. Wie Notar Beat Steiner bei der Übergabe erklärte, ist der Zweck der Stiftung die Unterstützung kultureller Arbeit aller Art. Der Stiftungsrat hat beschlossen, dieses Jahr Knud Jacobsen für sein künstlerisches Schaffen und seine Treue zu ehren. Jacobsen hat sein Atelier seit 1984 an der Hofstettenstrasse 5 in Thun, in einem Gebäude, das der Stiftung gehört. Über die Höhe des Preises wollte Steiner keine Auskunft geben; nur so viel, er entspreche dem Kulturpreis der Stadt Thun – und der ist mit mindestens 8000 Franken für die einzelnen Kunstsparten oder mindestens 15000 Franken für den grossen Kulturpreis dotiert. Margrit KunzDie Ausstellung in der Galerie Rosengarten, Bälliz 64, in Thun dauert noch bis am 3.Dezember. Sie ist von Dienstag bis Freitag von 14 bis 17 Uhr, am Samstag von 10 bis 16 Uhr geöffnet. www.galerie-rosengarten.ch>

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