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Könizer Spuren im Cupfinal

Morgen stehen sich im Cupfinal der Frauen Voléro Zürich und Aufsteiger Neuenburg gegenüber. Gleich vier ehemalige Könizer Klubmitglieder werden in der Wankdorfhalle versuchen, den Favoriten aus Zürich zu besiegen.

Sie tragen ihren erfolgreichen Trainer Philipp Schütz auf Händen: Sabine Frey, Sarah Rohrer und Sara Schüpbach. Die vier ehemaligen Könizer Klubmitglieder stehen mit Neuenburg überraschend im Cupfinal. Nach dem Coup im Achtelfinal gegen Volley Köniz (3:2) trifft der Playoff-Halbfinalist morgen im 50.Pokalendspiel der Geschichte auf den Favoriten Voléro Zürich (15 Uhr); im Männer-Final (18.30 Uhr) präsentiert sich die Ausgangslage in der Berner Wankdorfhalle ähnlich: Alles andere als ein überlegener Sieg von Lausanne gegen Lugano erstaunte. «Wir sind nicht chancenlos. In einem Cupspiel ist im Gegensatz zu einer Best-of-5-Serie alles möglich», sagt Philipp Schütz. In seinem Team stünden mit Rohrer und Frey zwei Charakterköpfe, die in besonderen Spielen über sich hinauswachsen können – wie zuletzt im Cup gegen Volley Köniz, meint der 34-jährige Murtner. «Wenn der favorisierte Gegner vor Nervosität zu zittern beginnt, sind Rohrer und Frey in der Lage, die ‹big points› zu schlagen.» Schütz, 2005/2006 Assistent von Zeiler-Köniz-Teamchef Atay Dogu und Gewinner der Bronzemedaille, fordert morgen einen druckvollen Service. «Wenn Voléro eine Schwäche hat, dann ist es die Annahme», sagt Schütz, der seit drei Saisons beim Neuenburger Uniteam tätig ist und es im vergangenen Jahr in die NLA führte. Zum 6.Mal im Cupfinal In seinen Reihen weiss Schütz, Trainerausbildner beim Bundesamt für Sport in Magglingen, um einige erfahrene Spielerinnen. Neben zwei Ausländerinnen sind das noch immer zahlreiche Einheimische. «Das ist sicher mit ein Grund für die Begeisterung im Publikum», sagt die langjährige Köniz-Spielerin Sarah Rohrer, 28. Bei Neuenburger Heimspielen kommen regelmässig bis zu 700 Zuschauer – ein Spitzenwert in der Liga. Ähnliches erlebte Rohrer nur in Köniz, wo sie 2007 den Rücktritt gegeben hatte – nach einem Jahr Pause dem Angebot aus Neuenburg aber nicht widerstehen konnte. Im Team herrsche eine gute Atmosphäre, sagt Rohrer. «Die Identifikation mit Volleyball ist hier grösser als anderswo, in Neuenburg hat nur der Fussball einen höheren Stellenwert.» Sarah Rohrer bestreitet morgen bereits ihren sechsten Cupfinal. Zweimal hat sie die Trophäe gewonnen. Frey verlor gegen Rohrer Eher unerwartet kommt für Rohrer nach dem Rücktritt vom Rücktritt nun auch das sechste Pokalendspiel. Besonders freut sich die Innerschweizer darauf, diesen Showdown an der Seite ihrer Freundin, dem früheren Köniz-Captain Sabine Frey, zu bestreiten. Als frischgebackene Schweizer Meisterin wechselte Frey im vergangenen Jahr zum Aufsteiger, wo sie bereits Philipp Schütz und eben Sarah Rohrer kannte. «Dieser Wechsel war eine gute Entscheidung. Es ist schön, auf vertraute Gesichter zu treffen», sagt die 27-Jährige. Zusammen mit Rohrer hat Frey schon reichlich Cupfinal-Erfahrung gesammelt: 2003 spielte Frey im Team von Zeiler Köniz gegen Rohrer, die für BTV Luzern spielte. Der Underdog aus der Innerschweiz siegte überraschend 3:1. Bereits ein Jahr später spielten die Freundinnen dann im gleichen Team und gewannen mit Zeiler Köniz 3:0 gegen Kanti Schaffhausen. Via Biel und USAZu den Spielerinnen mit Berner Vergangenheit zählt auch Sara Schüpbach. Sie gehört zu den zahlreichen Neuenburger Volleyballerinnen, für welche der Cupfinal eine Premiere darstellt. Schüpbach sass als Nachwuchsspielerin jeweils im Publikum, wenn Rohrer und Frey mit Zeiler Köniz um den Meistertitel spielten. Die 22-Jährige ist ebenfalls über Umwege nach Neuenburg gelangt: Nach der volleyballerischen Ausbildungszeit in Köniz spielte sie kurz für den VBC Biel, ging zwecks Sprachaufenthalt in die USA und fand schliesslich den Weg zum damaligen NLB-Spitzenklub. Auch nach dem Aufstieg zählt Schüpbach noch zur Stammsechs, sie fühlt sich wohl: «Neuenburg ist ein familiärer Klub. Wir unternehmen auch ausserhalb der Trainings und Spiele viel zusammen.» Cuches Daumendruck Dass Didier Cuche am Samstag in der Berner Wankdorfhalle auf der Tribüne sitzt, ist wenig wahrscheinlich – der bekannteste Neuenburger Sportler trainiert am Wochenende für den olympischen Riesenslalom. Trotzdem, erzählt Schüpbach mit einem Schmunzeln, ging die Anfrage an die Klubpräsidentin, das Skiass zum Spiel einzuladen. Cuche wird den Neuenburgerinnen in Whistler aber die Daumen drücken – den gesunden und den lädierten. Moritz MarthalerThomas WältiBern. Cupfinals. Frauen: Neuenburg - Voléro Zürich (Sa, 15 Uhr). – Männer: Lugano - Lausanne (Sa, 18.30 Uhr). >

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