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Kolb verneint Planungsfehler

Planungsfehler? Versteckte Mehrkosten? Zwei Burgdorfer Stadträte kritisieren die Verantwortlichen für den Bau des Pestalozzi-schulhauses. Gemeinderat Martin Kolb weist die Vorwürfe zurück und spricht von «Rufschädigung».

«Der Begriff Planungsfehler grenzt für mich schon fast an Ehrverletzung.» Das sagte der Burgdorfer Gemeinderat Martin Kolb (FDP) im Dezember, nachdem in der Stadt Kritik am Bau des Pestalozzischulhauses laut geworden war. Neun Monate später wurden die Begriffe Planungsfehler und Pestalozzischulhaus erneut in einem Satz genannt. Im Stadtrat teilten Daniel Friedli (SVP) und Christoph Wyss (BDP) mit, dass Handwerker während des Baus «Planungsfehler der Architekten und Ingenieure» aufgedeckt hätten. Die Mehrkosten von 1,8 Millionen Franken seien «in einem Gesamtpaket» versteckt worden. Keine Teuerung? Den Handwerkern werde die Teuerung nicht abgegolten, monierten die Parlamentarier. Und: In der Abrechnung habe die Stadt die Minderkosten nicht berücksichtigt, die durch den tiefen Stahlpreis während der Bauphase entstanden seien. «Ehrverletztend» Der für das Bauwesen zuständige Gemeinderat Martin Kolb (FDP) verwahrte sich vor dem Parlament gegen die Kritik an den Architekten und Ingenieuren. Im Zusammenhang mit dem Schulhausneubau von Planungsfehlern zu sprechen, sei «ehrverletzend und rufschädigend», wiederholte er. Projektänderungen, die Zusatzkosten nach sich gezogen hätten, seien ihm «nicht bekannt». «Aus technischen Gründen» hätten «geringfügige Projektoptimierungen» vorgenommen werden müssen. Doch diese seien von der Baubegleitgruppe genehmigt worden, sagte Kolb. «Preislich optimiert» Dass das Schulhaus am Ende anders aussah als im Wettbewerb, treffe zu. Tatsache sei aber, dass das Projekt «Das fliegende Klassenzimmer» nach dem Wettbewerb im Frühling 2003 «laufend weiterentwickelt und preislich optimiert» worden sei. Als Beispiele dafür nannte Kolb den Ersatz der vorgesehenen Sheddächer durch günstigere Flachdächer und die Fassadenverkleidungen. Daniel Friedli und Christoph Wyss waren von Kolbs Erläuterungen «teilweise befriedigt». Sie wiesen darauf hin, dass sie nichts behauptet, sondern – nach Gesprächen mit Bauleuten – nur gefragt hätten. Johannes Hofstetter >

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