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Kommt der Energie- Ausweis für Gebäude?

Strengere Umweltvorschriften für Heizungen: Zwei Experten, unter ihnen der Spiezer Bauphysiker Godi Bärtschi, informierten die Mitglieder des Hauseigentümerverbands Spiez und Umgebung zum Gebäude-Energieausweis.

Werner Abt organisierte den Vortragsabend des Hauseigentümerverbands. Die Hausbesitzer werden mit vielen Vorschriften und Kosten konfrontiert. Gegenwärtig läuft eine Initiative zur Abschaffung der Handänderungssteuer. Am Vortrag ging es um den geplanten Gebäude-Energieausweis (GEAK) und die Luftreinhalteverordnung. GEAK im Grossen Rat Im Grossen Rat des Kantons Bern wird über den Gebäude-Energieausweis (GEAK) beraten, der für vor dem 1. Januar 1990 bewilligte Wohnbauten obligatorisch werden soll. Geplant wäre die Einführung einer Sanierungspflicht für Häuser der schlechtesten Energieklasse G. Bei einer Verbesserung um mehrere Stufen sind Beiträge (ca. 10 Prozent) zu erwarten. «Das Geschäft könnte am sozialen Aspekt scheitern», antwortete der Bauphysiker Godi Bärtschi von der HSR Ingenieure AG in Spiez auf eine entsprechende Frage. Die Meinung ist, dass Senioren, die eine ältere Liegenschaft bewohnen, oft nicht genügend finanzielle Mittel für eine Sanierung hätten und die Banken keine Hypothekardarlehen gewähren. Dann müssten die Liegenschaft zu einem tiefen Preis verkauft werden. Sanieren und Geld sparen Allerdings macht der GEAK auch auf freiwilliger Basis Sinn. Es gibt eine Lightversion, die vom Gebäude-Eigentümer selbst online ausgefüllt werden kann und ein provisorisches Bild ergibt, das vom Fachmann präzisiert werden kann. Wie bei Autos oder Waschmaschinen ist der GEAK ein Label mit Stufen von A bis G, das Vorteile bringt, besonders bei einem Verkauf. Die Sanierung spart Energie, entlastet das Portemonnaie bei der Stromrechnung und den Heizkosten und ist gut für die Umwelt. Die Beratung zielt auf eine sinnvolle Erneuerung und Energie-Effizienz der Wohnbauten hin oder bei ganz schlechten Werten auf einen Neubau. «Das Resultat ist für viele Hauseigentümer brutal, weil die Latte hoch liegt und viele Gebäude in der tiefsten Klasse G landen», sagte Bärtschi, der aber auch bei einer sinnvollen Staffelung der Massnahmen hilft. Sinnvolle Heizungen «Jede Heizung hat Vor- und Nachteile. Im Berner Oberland macht eine Holzheizung Sinn», sagt Roland RüfenachtFachbereichsleiter Messungen, Kontrollen und Sanierungen des Kantonalen Amt für Berner Wirtschaft Beco. Dies wegen des vor der Haustüre verfügbaren, nachwachsenden und Co2-neutralen Rohstoffs. Das Beco will an der Quelle handeln bei der Überschreitung der Luftreinhalte-Grenzwerte. Darum wird kontrolliert, gemessen und verfügt. Allerdings gebe es bei der Sanierungspflicht Fristen von bis zu zehn Jahren. Immer noch werden ein bis zwei Prozent des Abfalls (4000 bis 8000 Tonnen) illegal verbrannt. «Die giftigen Abgase, die auf Nasenhöhe in der Luft schweben mit Schwermetallen, Säuren, Dioxinen und Furanen sind ein Krebsrisiko», warnte Experte Roland Rüfenacht. Er riet, Feuer in Öfen und Cheminées, die wegen der höchsten Feinstaubbelastung mindestens der Abgasnorm entsprechen sollten, mit einer Anzündhilfe zu entfachen. Das Feuer soll von oben nach unter brennen. «Ab morgen gibt es fast keinen Rauch mehr in Spiez», meinte Rüfenacht zum Schluss der Veranstaltung mit einem Lachen. Rösi Reichen >

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