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Kundige Führer zeigen den Gletscherrückgang

GrindelwaldIn Grindelwald wird der dramatische Rückgang der Gletscher neu auf geführten Gruppenrundgängen aufgezeigt.

Das neue Angebot mit dem Namen «Eiger Climate Excursions» ist eine Folge des Erfolgs der im vergangenen Jahr eingeführten Schülerführungen, wie die Organisatoren gestern auf der Pfingstegg oberhalb von Grindelwald bekannt gaben. Dort starten die Rundgänge und führen beispielsweise zur Stelle, wo vor ein paar Jahren ein Bergrestaurant aufgrund eines Bergsturzes aufgegeben werden musste. Wegen des starken Rückgangs des Unteren Grindelwaldgletschers war der Hang abgerutscht. Angeboten werden die Führungen vom Verein «Jungfrau Klima-Co2operation». Diese Organisation vereint die Gemeinden des Grindelwalder Tals, die Universität Bern und das bernische Energieunternehmen BKW AG. Der Verein wurde mit dem Ziel gegründet, der Bevölkerung die Folgen des Klimawandels aufzuzeigen. Kein Ort in der Schweiz eigne sich so gut, um die Klimaänderung und ihre Folgen aufzuzeigen, wie das einst für seine Gletscher international bekannte Grindelwald, sagte Professor Thomas Stocker, der renommierte Klimaforscher der Uni Bern, vor Ort. Bisher gibt es sechs Klimawandel-«Guides». Da sie als Einheimische schon viel über die Entwicklung der Gletscher wussten, reichten zwei Nachmittage und ein ganzer Tag für ihre Ausbildung. Eine Führung kostet für bis zehn Personen pauschal 290 Franken. Am Anlass in Grindelwald sprach Bundesrat Ueli Maurer zur geostrategischen Bedeutung des Klimawandels für die Schweiz. Der Verteidigungsminister sagte, der Klimawandel werde die potenziellen Bedrohungen durch die Verknappung der Ressourcen und die Migration noch verstärken. Die Schweiz dürfte aber diese Probleme «einigermassen lösen können». sda>

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