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Kursbesuch und Genugtuung

Gerichtspräsident Lanz hatte gestern auch eine zivilrechtliche Seite zu beurteilen. Denn als Privatklägerinnen traten zwei Jüdinnen auf, eine aus Sigriswil, die andere aus Genf. Letztere vertrat vor Gericht auch den Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund. Der SIG sei aber nicht berechtigt, als Kläger aufzutreten, weil ein Verband keine Verletzung der Menschenwürde geltend machen könne. Die beiden Frauen verlangten wegen des Artikels im «Sigriswiler Anzeiger» Genugtuung. Sie und der Angeschuldigte schlossen unter Ausschluss der Öffentlichkeit folgenden Vergleich: Der Mann wird der Frau aus Sigriswil 750 Franken bezahlen, die diese der örtlichen Schule für die Bekämpfung von Rassismus und Antisemitismus übergeben wird. Er muss zudem einen entsprechenden Kurs des SIG besuchen, der in Sigriswil stattfinden wird. mi>

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