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Landbesitzer Walter Fust

Gebaut hat die Siedlung am Feldackerrain der Unternehmer Walter Fust. Er hat die Häuser zu günstigen Konditionen verkauft.

Von 2004 bis 2008 sind die Doppeleinfamilienhäuser am Feldackerrain in Oberwangen entstanden. Gebaut hat die Siedlung Walter Fust, früherer Inhaber der Fust AG, sein Sohn Ralp Fust hat sie als Architekt geplant. Dass Tamilen rund die Hälfte der Häuser gekauft haben, sei Zufall, sagt der Unternehmer. Kurz nach Start des Verkaufs hätten sich drei tamilische Familien für Häuser interessiert. Sie gehörten zu den Ersten, mit denen Fust Verträge abgeschlossen hat. Danach habe wohl auch Mund-zu-Mund-Propaganda unter den Tamilen eine Rolle gespielt, mutmasst Fust. Rasch waren die Häuser verkauft. «Wir haben die Interessenten der Reihe nach berücksichtigt.» Er mache keinen Unterschied zwischen den Nationalitäten. Die Käufer seien in der Siedlung günstig zu einem Eigenheim gekommen. Rund 620000 Franken kostete eine 175 Quadratmeter grosse Haushälfte inklusive zwei Garagenplätzen und Abstellplatz. Im Schnitt hätten die Interessenten rund 100000 Franken Eigenkapital gehabt. Das ist eher knapp. Doch Fust wurde für die Hausbesitzer auch gleich zur Bank: Die meisten nahmen bei ihm auch Hypotheken für den Restbetrag auf. «Das ging einfacher, und ich wusste ja, was die Häuser wert sind», sagt er. Für ihn selbst sei es eine «vernünftige Geldanlage» gewesen. Bis jetzt hat er keine Probleme. «Die Leute zahlen pünktlich und präzise.» Preiswert bauen konnte Fust, weil er das Land günstig aus der Konkursmasse der Spar- und Leihkasse Thun erworben hat. Aus dieser hat er zwei weitere Bauparzellen in Oberwangen gekauft. Eine zweite Parzelle liegt vis-à-vis dem Friedhof. Dort hat Fust nun das Land als einzelne Bauparzellen verkauft. Es bietet Platz für rund acht Parteien. Auch hier waren die Käufer wieder vor allem Tamilen. Beim Schulhaus steht von Fust bereits ein Mehrfamilienhaus mit 28 Eigentumswohnungen. Tamilen zogen dort laut Fust nicht ein. Er könne sich schon vorstellen, dass die vielen tamilischen Neuzuzüger fürs Dorfleben eine Herausforderung seien, sagt Walter Fust. Er sieht es aber nicht als seine Aufgabe, für eine gute Durchmischung in Wohngebieten zu sorgen. «Als Verkäufer von Häusern kann ich nicht rassistisch sein.» In Oberwangen kommen dieses Jahr sechs weitere, relativ preisgünstige Einfamilienhäuser auf den Markt. Sie kosten ungefähr zwischen 628000 und 688000 Franken (166 Quadratmeter). Grund für den tiefen Preis ist die Lage: Sie stehen direkt neben dem Belagswerk (wir berichteten). Laut Bauherr Thomas Gygax befinden sich unter den bisherigen Interessenten keine Tamilen.lp/kle>

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