Lange Geschichte um Altlasten findet ein Ende

Brienz

Die Brienzer Stimmbürger genehmigten einen Kredit zur Sanierung des Umschlagplatzes Lauenen deutlich.

Nach dem Murgang im Glyssibach im Jahr 2005 (unser Bild) wurde das aufgeräumte Material auf einer Parzelle der Burgergemeinde deponiert.<p class='credit'>(Bild: Markus Hubacher/Archiv)</p>

Nach dem Murgang im Glyssibach im Jahr 2005 (unser Bild) wurde das aufgeräumte Material auf einer Parzelle der Burgergemeinde deponiert.

(Bild: Markus Hubacher/Archiv)

Mit 605 zu 254 fiel die Zustimmung für den Verpflichtungskredit Sanierung Umschlagplatz Lauenen sehr deutlich aus. Damit soll eine Geschichte, die mit dem Unwetter 2005 begann und die auch die Gerichte beschäftigte, ihren Abschluss finden.

Nach dem Murgang im Glyssibach 2005 musste es schnell gehen: Die Verantwortlichen der Gemeinde suchten Möglichkeiten, wo sie bei den Aufräumarbeiten angefallenes Material deponieren konnte. Fündig wurde man bei einer Parzelle, die der Burgergemeinde gehört und sich in der Landwirtschaftszone befand.

2013 wechselte es in die Industrie- und Gewerbezone. Das abgelagerte Material bestand aber unter anderem aus Bauschutt und war teilweise mit umweltbelastenden Stoffen verunreinigt. Damit das Grundstück überbaut werden könnte, müsste der verunreinigte Boden fachgerecht entsorgt werden.

Die Kosten dafür schätzten die Burger auf 800'000 Franken. Bezahlen sollte das die Gemeinde. Beim Regierungsstatthalteramt blitzten sie mit diesem Ansinnen ab, bekamen aber vor Verwaltungsgericht recht. Es handle sich um eine «Bauherrenaltlast», und die Entsorgungskosten stellten einen «ersatzfähigen Schaden» dar.

sgg

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