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Langlaufspass für Frutiger Schüler

kanderstegIm Schatten der Belle Epoque-Woche fand in den letzten Tagen in Kandersteg ein anderer bemerkenswerter Anlass statt: Der

Abseits von Pferdeschlitten, altertümlicher Bekleidung und nostalgischen Anlässen tummelten sich letzte Woche insgesamt rund 460 Kinder aus der Gemeinde Frutigen auf den Kandersteger Langlaufloipen. Organisiert von Swiss Ski und dem Skiclub Frutigen erhielten Schüler aus der Gemeinde Frutigen die Gelegenheit, sich unter kundiger Leitung mit den schmalen Skiern vertraut zu machen. «Jeden Nachmittag haben wir Schüler einer anderen Schule hier», erklärt Beat Mosimann, Präsident des Skiclubs Frutigen und Chef Breitensport im BOSV, der sich ob der grossen Nachfrage überrascht zeigte: «Wir fragten einige Frutiger Schulen an und hatten vor, die Kurse mit Schülern aus anderen Gemeinden zu füllen; stattdessen hatten wir Mühe, nur schon alle Frutiger unterzubringen». Dank Cologna-Boom Nora Weibel von Swiss-Ski ist nicht erstaunt über den «Ansturm»: «Langlauf boomt zur Zeit», sagt sie und stellt einen Zusammenhang zu den Leistungen des Dario Cologna her. Sie fügt aber an: «Wie viel der tatsächlich zur grossen Nachfrage beigetragen hat, können wir natürlich nicht messen.» Ganz wie Cologna bewegen sich die Frutiger aber noch nicht: während sich die Neulinge, die teilweise zum ersten Mal überhaupt auf Skiern stehen, an die plötzlich ungewohnt unbeweglichen Füssen gewöhnen, proben Fortgeschrittenere die Abfahrt auf einer eigens erstellten Buckelpiste. Unter erfahrener Leitung Die Idee für eine «Schnupperwoche» sei bei einem Mittagessen entstanden, erzählt Mosimann. Swiss Ski führe an mehreren Standorten in der Schweiz ähnliche Projekte durch und habe sich bereit erklärt, den Skiclub zu unterstützen. Der Verband Swiss Ski stelle via Bundesamt für Sport das Material zur Verfügung und sei für die anfallenden Kosten aufgekommen. Der Skiclub habe die Leiter und in Zusammenarbeit mit den Loipenverantwortlichen die Infrastruktur organisiert. Die Leiter sind allesamt erfahrene Langläufer, allen voran die ehemalige Olympiateilnehmerin Monika Germann. Sie alle waren in Kandersteg ehrenamtlich unterwegs. Ziel des Angebots, so Nora Weibel, sei, die Freude am Langlaufen zu wecken und bestenfalls Nachwuchs für den Sport zu gewinnen. Andere Gemeinde ist dran Auch nächstes Jahr soll der Fun Parcours wieder durchgeführt werden. «Dann ist sicher eine andere Gemeinde an der Reihe», erklärt Mosimann. Man werde mit anderen Skiclubs zusammensitzen und neu planen. Die Frutiger Schüler schienen am Schnuppertag grösstenteils viel Spass zu haben, auch wenn das Fazit einer Viertklässlerin unerbittlich war: «Ich bleibe beim Skifahren». Für den Langlaufnachwuchs ist zu hoffen, dass sie die einzige ist, die so denkt. Nik Sarbach >

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