Lauter Ja an Gemeindeversammlung

Grindelwald

Die schwach besuchte Gemeindeversammlung genehmigte alle Geschäfte mit grossen Mehrheiten.

Die rund 50 Stimmberechtigten hiessen die Mehrheit der Geschäfte gut.

Die rund 50 Stimmberechtigten hiessen die Mehrheit der Geschäfte gut.

(Bild: Bruno Petroni)

Nein-Stimmen gab es einzig bei den Nachkrediten für die externe Unterstützung der Bauverwaltung. Auf Nachfrage aus der Versammlung hatte Gemeindeprä­sident Christian Anderegg bestätigt, dass die Gemeinde für ihre Bauverwaltung Leistungen für gut 0,8 Millionen Franken einkaufen muss.

«Auch wir im Gemeinderat sind über die hohen Beträge zunächst erschrocken», sagte er. Aber weil qualifizierte Fachleute für Bauverwaltungen dünn gesät sind, war die Stelle des Bauver­walters von Anfang Januar bis Ende Mai 2017 vakant, diejenige des Verfahrensleiters im Bauinspektorat ab Juli 2017. «Dazu kam die Aufarbeitung von Altlasten nach dem Abgang des ehemaligen Bauverwalters und die Aufarbeitung von zum Teil lange zurückliegenden Baupolizeifällen.»

Nun hat die Gemeinde zwar mit Daniel Studer wieder einen neuen Verfahrensleiter gefunden. Er kann seine Stelle aber erst im Juli antreten und wird noch bis Ende Jahr von den externen Firmen unterstützt. Die Gemeindeversammlung genehmigte den Nachkredit von 364'127 Franken für die externe Unterstützung 2017 mit 43 Ja gegen 3 Nein, den Nachkredit von 450'000 Franken für 2018 mit 38 zu 2 Stimmen.

Alle übrigen Geschäfte hiessen die je nach Traktandum 52 bis 58 anwesenden Stimmberechtigten mit grossen Mehrheiten gut.

Reserve für Turnhalle

Die Jahresrechnung 2017 schloss bei einem Umsatz von 27,1 Millionen Franken im Gesamthaushalt mit einem Ausgabenüberschuss von 340'959 Franken. Dieses Resultat setzt sich zusammen aus Defiziten der Spezialfinanzierungen Wasser und Abwasser sowie einem Gewinn von 46'712 Franken in der Spezialfinanzierung Abfall.

Der steuerfinanzierte allgemeine Haushalt schloss ausgeglichen, nachdem die Gemeinde 142'243 Franken zusätzliche Abschreibungen vorgenommen und 310'000 Franken in die Vorfinanzierung der neuen Doppelturnhalle eingelegt hatte.

Am 22. August wird das Projekt Vereinen, Schule und anderen Betroffenen zur Mitwirkung vorgestellt und am 24. Oktober der Bevölkerung. Für nächsten Frühling ist die Urnenabstimmung vorgesehen.

Diskussionslos passierten Kredite von 650'000 Franken für den Ersatz der Hydrantenleitung Kreuzweg–Moosgaden und 340'000 Franken für den raschen Ersatz der Hydrantenleitung Bodmi, die schon öfter gebrochen ist.

Ohne Wenn und Aber stellte sich die Versammlung hinter die Schul- und Gemeindebibliothek und wandelte den provisorischen Gemeindebeitrag von 20'000 Franken jährlich in einen ordentlichen Jahresbeitrag um.

Auch so leisteten die Mitarbeiterinnen, die die allseits geschätzte Bibliothek immer auf dem neuesten Stand hielten, viel Fronarbeit», so Gemeinderat Peter Bohren.

Kurtaxen für alle

Weiter genehmigte die GV ...

  • eine Änderung der Überbauungsordnung «Stägmatta», um ei­ne Erweiterung der dort ansässigen Zimmerei zu ermöglichen;
  • eine Anpassung des Kurtaxreglements an die neue kantonale Gesetzgebung, damit auch von Anbietern wie Airbnb Kurtaxen eingezogen werden können;
  • eine Bandbreite von 40 bis 60 Rappen pro Kilo für die Entsorgung tierischer Abfälle im Gebührenreglement.

shu

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