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Lenz bringt alle zum Lachen

FrutigenDas Buch «Der Goalie bin ig» ist als Fortsetzungsroman in dieser Zeitung erschienen. Jetzt war der Autor Pedro Lenz leibhaftig in der Bibliothek in Frutigen zu hören, an einer Lesung, während der die zahlreich erschienenen Besucherinnen und Besucher viel schmunzelten und lachten.

Vor drei Jahren hat Pedro Lenz schon einmal in Frutigen gelesen und ins Gästebuch geschrieben: «Es war mir eine Freude, in Frutigen zu lesen.» Kürzlich wurde im Fernsehen über die Frage diskutiert, ob die hochdeutsche Sprache oder der Dialekt präziser sei. Fazit der Diskussion: «So, wie Pedro Lenz schreibt und liest, ist es am Besten. Nichts ist exakter als sein Berndeutsch», erzählte Ruth Wenger als Einführung zum Leseabend in der voll besetzten Bibliothek. «Ich freue mich, dass es eng wird hier», sagte die Bibliotheksleiterin erfreut. Geschichten aus dem Alltag Pedro Lenz, in Langenthal 1965 geboren und dort aufgewachsen, beeindruckten die «Halbwelttypen» in der Beiz. «Wie die gredt hei, het mir imponiert», erzählte er von seiner Zeit als junger Erwachsener, der fasziniert die Unterhaltung belauschte. Beim Schreiben des Buchs «Der Goalie bin ig» erinnerte er sich wieder an die Geschichten aus seiner Kindheit. Lenz versteht sich nicht als Mundartautor. Er will einfach in der ganz normalen Sprache, die er hört und spricht, schreiben und lässt sich sehr auf ein Thema ein. Das ist aber bescheiden ausgedrückt, denn er schildert präzis, witzig, mit Wortspielen und ellenlangen Gedankengängen rund um einen Begriff wie zum Beispiel «Wahrheit». Davon gebe es viele Arten. Der gelernte Maurer beweist viel Gespür für und Respekt vor Andersdenkenden und Randständigen. Seine Lesung war ein tolles Erlebnis, man fühlte sich als Zuhörer mittendrin in der Handlung. Pedro Lenz hat 1995 die Matura nachgeholt, ein paar Semester spanische Literatur studiert und arbeitet seit 2001 als Vollzeitschriftsteller. Aber es ist nicht leicht, ihn zu engagieren. Auf seiner Homepage heisst es: «Pedro Lenz ist bis Ende März ausgebucht.» Ein Glück für Frutigen, dass er da sein konnte. Rösi Reichen >

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