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Liturgische Adventsfeier

In der Kirche St. Stephan erlebte das Publikum mit Chorgesang, Blockflötenspiel, Orgel und Texten

Mit dem Blockflötenensemble Saanenland/Obersimmental (Leitung: Elisabeth Pfister) und der Organistin Ada van der Vlist Walker vermittelte der Kirchenchor St. Stephan am Adventskonzert viel vorweihnächtliche Freude. Der Abend in der vollbesetzten, schmucken Kirche bildete mit Chorgesang, Blockflötenspiel, Orgel und Texten ein harmonisches Ganzes. Die Dirigentin Hana Müller-Kovac eröffnete die Feier mit dem kleinen, aber äusserst engagierten Chor (stimmlich verstärkt durch das Ensemble) mit dem Adventslied «Ein Warten geht durch diese Zeit» und dem Verkündigungsgesang «Ehre sei Gott…». Die Blockflötengruppe spielte hierauf ein Weihnachtspotpourri, in dem verschiedene beliebte Melodien zu erkennen waren. In den «ungarischen Tänzen» gesellte sich zu den Alt-, Tenor-, Bass- und Grossbassflöten der Subbass, ein Instrument von gewaltigem Ausmass. Zur Weihnachtsgeschichte Der Chor schilderte mit zwei eindrücklichen Liedern das Geschehen im Stall von Bethlehem, worauf die Organistin sehr gekonnt und virtuos zwölf Stundenstücke von Joseph Haydn auf der einfachen Klaviatur des «Matten-Örgeli» zum Besten gab. Das Kind in der Krippe und der ehrwürdige Satz aus dem 16. Jahrhundert «Es ist ein Ros’ ent-sprungen» bildeten gesanglich die Fortsetzung der Weihnachtsgeschichte. In seinem letzten Solo offenbarte das Blockflötenensemble sein meisterhaftes Können. Der mit den verschiedenen Blockflöten besetzte Klangkörper erfüllte den Kirchenraum auf glanzvollste Weise. Klingende Kirchenorgel Hana Müller-Kovac führte auch in den abschliessenden Liedern mit viel Einfühlungsvermögen und grosser Sicherheit den Taktstock, während Ada van der Vlist Walker zum Schluss noch die Kirchenorgel zum Klingen brachte. «Toccata und Fuge» ist wohl das mit Abstand bekannteste Orgelwerk von Johann Sebastian Bach. Die Komposition besteht aus zwei Sätzen: einer Toccata, also einem Präludium (Vorspiel) aus schnellen Läufen und vollgriffigen Akkorden, und einer sich anschliessenden vier-stimmigen Fuge. Zum Abschluss der Feierstunde ertönte nochmals das Lied «Es ist ein Ros’ entsprungen», aber diesmal unter kräftiger Mithilfe der Zuhörerschaft. Damit ging ein beeindruckendes, besinnliches Fest zu Ende, dessen Schwerpunkte Chor, Organistin und Ensemble durch eine hohe gesangliche und musikalische Leistung setzte. Fred Obrist >

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