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Märit-Präsident Blaser tritt zurück

bärner märitFritz Blaser, Präsident des Vereins Bärner Märit, gibt sein Amt nach 28 Jahren ab. Er erinnert sich fast nur an Positives.

Der Gemüseproduzent Fritz Blaser aus Frauenkappelen wurde gestern im Beisein von Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP), Gemeinderat Reto Nause (CVP) sowie Vertretern der Gewerbepolizei bei einem Mittagessen verabschiedet. Der Präsident des Vereins Bärner Märit gibt sein Amt nach 28 Jahren auf. Gleichzeitig stellten sich Blasers Nachfolger vor. Der neue Präsident heisst Walter Stettler und ist Landwirt in Flugbrunnen bei Bolligen. Sein Vize ist der Gemüsebauer Jürg Winkelmann aus dem freiburgischen Gempenach. «Ich komme schon seit 1965 regelmässig auf den Märit», erzählt Blaser. Und auch heute noch ist er jeden Dienstag und Samstag an seinem Stand auf dem Bundesplatz anzutreffen. 1977 wurde er Mitglied des Vereins, der damals Ökonomische und gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Bern (OGG) hiess. Zu Beginn der Achtzigerjahre wurde umstrukturiert, die Marktfahrer gründeten den Verein Bärner Märit mit Fritz Blaser an der Spitze. Die Mitglieder des Vereins, derzeit sind es 109, sind alles Marktfahrer, Produzenten von Lebensmitteln und Blumen. Wer am Wochenmarkt (Dienstag und Samstag) einen Stand betreiben will, muss aber nicht zwingend Mitglied des Vereins sein. Drei Stadtpräsidenten erlebt «Sinn und Zweck des Märit-Vereins ist es, der Kundschaft die bestmöglichen Voraussetzungen für einen Marktbummel zu gewährleisten.» In all den Jahren habe er als Vereinspräsident zahlreiche Beamte und Politiker kennen gelernt. «Zusammengearbeitet habe ich mit etlichen Polizeidirektoren: mit den Damen und Herren Albisetti, Wasserfallen, Begert, Hügli, Hayoz und Nause.» Auch drei Stadtpräsidenten habe er erlebt, sowie mehrere Kommissare von der Gewerbepolizei. Blaser hat nur Positives zu berichten: «Die Zusammenarbeit war mit allen konstruktiv und basierte auf Respekt», sagt er. Der längste Zwiebelzopf In seiner Rückschau erinnert er sich fast nur an erfreuliche Dinge: etwa an den Verkauf der Swatch-Sonderuhren im Design einer Peperoni, einer Gurke oder eines Spiegeleis 1991 bei Marktständen; oder an 1994, als auf dem Märit der längste Zwiebelzopf der Welt (514 Meter) den Eintrag ins «Guinessbuch der Rekorde» brachte. Unerfreuliches dann im Jahr 2000: «Während des Umbaus auf dem Bärenplatz mussten einige Marktfahrer auf den Bundesplatz ausweichen. Dies führte zu Unstimmigkeiten und einigen Vereinsaustritten.» Der Nachwuchs an Marktfahrern bereitet Blaser, der jetzt Ehrenpräsident ist, Kopfzerbrechen: «Wir sind überaltert, und die Zahl der Gemüseproduzenten hat abgenommen.» Um vermehrt Märitbesucher anzulocken und so junge Marktfahrer zu motivieren, hat er eine Idee: ein fünffränkiges «Märit-Billett» für den ÖV und die Parkhäuser in der Innenstadt. Doch Stadtpräsident Tschäppät winkte gestern ab. «Das funktioniert nie», sagte er. Auf dem Bärner Märit werde sich nichts ändern, meinte der neue Präsident, Walter Stettler. Ausser, dass er mehr Werbeaktionen lancieren wolle. «Gute Werbung mit möglichst wenig Geld.» Urs Wüthrich >

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