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«Man schätzt unsere hohe Qualität»

Es war geradezu ein Heimspiel für Dora Andres und Christoph Blocher am Freitagabend in Interlaken. Trotz heftigen Schneetreibens erwarteten 350 Fans und Freunde das prominente Duo, eingeladen

Ein paar flotte Märsche, gespielt von der Musikgesellschaft Matten zur Eröffnung, der begeisterte Empfang der beiden Hauptpersonen des Abends, Dora Andres und Christoph Blocher, die Landeshymne und der Berner Marsch: Am Freitagabend kam in der Aula der Sekundarschule Interlaken fast ein wenig Albisgüetli-Stimmung auf. Der etwas nüchterne Saal bot die Arena für das Heimspiel altbekannter Gäste vor einem gut gelaunten Publikum. Trotz schlechten Wetterprognosen und heftigen Schneetreibens fanden gut 350 politisch interessierte Fans und Freunde den winterlichen Weg in die Aula. Altgediente Magistraten, aktive National- und Grossräte, Kandidaten für künftige Ämter sassen neben jugendlichen engagierten Politikern der Jungen SVP Oberland. Diese hatte zum Treffen eingeladen. Schützenhilfe Dora Andres machte den Anfang. Viele mochten sich schon bei der Einladung gefragt haben, warum gerade sie als ehemalige freisinnige Oberländer Regierungsrätin an einer Wahlveranstaltung der Jungen SVP eine Einladung als Rednerin angenommen hatte. Doch ihr roter Aufnäher am Jacket mit dem Emblem des Schweizerischen Schützenverbandes machte es klar: Als Präsidentin nutzte die Brienzerin die Gelegenheit, sich gegen die Initiative, das Waffengesetz zu verschärfen, auszusprechen. Sachlich setzte sie sich engagiert für die Schützen, Wehrmänner und Sportfreunde ein, wehrte sich gegen eine übertriebene Angst vor Waffen in den Händen verantwortungsbewusster Bürger. «Zu etwas gebracht» Dann war Christoph Blocher an der Reihe. Schon die fröhliche Art, wie er auf die Bühne kam, die Begeisterung, die aus seinen munteren Augen strahlte, verriet den Politprofi zum Anfassen. Viele Gäste im Saal kennen ihn persönlich oder mögen seine schlichte volksnahe Art. Dass seine Wurzeln bis in die Hasligemeinde Schattenhalb reichen, wusste er witzig zu kommentieren. Doch die Heimatverbundenheit war nicht der Grund, die Einladung nach Interlaken anzunehmen. Vielmehr waren es die jungen Mitstreiter, auf die er grosse Hoffnung setzt. Ihnen wollte er den Rücken stärken und sie gleichzeitig an die Verantwortung erinnern, die jeder Politiker – gleich welchen Alters – wahrzunehmen habe. Diese Botschaft zog sich durch all die bekannten Themen seines einstündigen Auftritts. In seiner gewohnt verständlichen Art nahm Blocher als abgewählter Bundesrat – wie er selber betonte – klar Stellung. «Die Schweiz ist von Haus aus ein armes Land, es fehlt uns an vielem, und trotzdem haben wir es zu etwas gebracht. Man schätzt unsere hohe Qualität, die gute Ausbildung, die Zuverlässigkeit und den Willen, besser zu sein», rief Christoph Blocher in Erinnerung und gab sich überzeugt: Wenn mit diesen Werten verantwortungsvoll umgegangen werde, so habe die Schweiz als unabhängiges Land gute Chancen, auch in wirtschaftlich turbulenten Zeiten. Hier vertraue er auf die Jungen und ihre Bereitschaft, mehr zu leisten, vorne dabei zu sein. Angeregt unterhaltend «Ich bin mit dem Anlass voll zufrieden, auch wenn das Wetter nicht mitgespielt hat. Es war ein interessanter und auch unterhaltender Abend trotz der ernsten Themen, die angesprochen wurden», bilanzierte Patrik Sigrist, Wahlkreisleiter der Jungen SVP. Die Fragen an Christoph Blocher und die angeregten Diskussionen nach der Versammlung bestätigten, dass die Gäste der gleichen Ansicht waren. Peter Wenger>

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