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Manager für süchtige Menschen

Stadt BernWie bereits in anderen Städten führt auch Bern Casemanager ein, die Süchtige begleiten. Sie sollen für einen koordinierten Einsatz der Hilfsangebote sorgen.

«Wenn der suchtkranke Klient und sein Arzt dies wollen, schaltet sich künftig ein Casemanager ein. Er hilft mit, die richtigen Angebote für das anvisierte Ziel zu finden», sagte Regula Müller, Leiterin der neuen Fachstelle Koordinationsstelle Sucht der Stadt Bern. Anfang Monat hat sie ihre Tätigkeit aufgenommen. An der Front beginnen ein Sozialarbeiter und eine Psychiatriepflegerin mit ihren konkreten Aufgaben am 1.Dezember. «Sie betreuen ausschliesslich suchtkranke Menschen aus der Stadt Bern», sagte Müller. Insgesamt rechnet sie mit 100 bis 120 Dossiers. Das Angebot ist für Konsumenten von legalen und illegalen Drogen. In erster Linie sei das neue Angebot eine Dienstleistung. Doch gehe es auch darum, die Angebote effizient und sinnvoll zu nutzen, um Doppelspurigkeiten zu vermeiden. «Der Klient kann das Angebot auch ausschlagen», präzisierte Müller. Doch hätten Erfahrungen in Zürich, Basel, Olten und Solothurn gezeigt, dass Betroffene das Angebot schätzten. Diese Städte haben das sogenannte Casemanagement Sucht bereits eingeführt. Gestern fand in Bern das dritte städtische Suchtforum statt, an dem Kanton und Stadt gemeinsam über das neue Projekt informierten, wie einer Mitteilung zu entnehmen ist. «Bern ist auf einem guten Level im Umgang mit der Drogenproblematik», sagte Sozialdirektorin Edith Olibet (SP) anlässlich dieses Forums und ergänzte: «Ich bin überzeugt, dass wir mit der Ergänzung von Casemanagement noch einen Schritt weiterkommen können.» Mit dem Pilotprojekt wollen Stadt und Kanton herausfinden, ob Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Suchthilfe verbessert werden können. Trifft dies zu, soll das Angebot auf den Kanton ausgeweitet werden.cab>

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