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Marc Lüthi: 2000 Franken Busse und ein Rücktritt

sc BernDer SCB-CEO Marc Lüthi ist vom Einzelrichter der Nationalliga mit einer Busse von 2000 Franken belegt worden. Infolgedessen trat Lüthi aus dem Aufsichtsrat der National League zurück.

Am 11.Januar 2011 wollte Marc Lüthi in der zweiten Drittelspause der NLA-Partie zwischen Bern und Servette (4:2) seinen Unmut über die Leistung des Schiedsrichterduos Massy/Popovic direkt bei den Spielleitern kundtun. Nachdem der CEO des SC Bern jedoch abgewiesen worden war, schnappte er sich kurzerhand die Ausfahrtstickets der Referees und gab die Anweisung, dass die Schiedsrichter nach Spielende nicht zu verpflegen seien, ausser, sie würden nach ihm verlangen. Dem durch den Einzelrichter Reto Steinmann in der Folge eröffneten Verfahren sah der Berner CEO gelassen entgegen – er dürfte vermutlich mit einer Busse um die 500 Franken gerechnet haben. Gestern aber wurde Lüthi «für sein ebenso ungebührliches wie den Geboten der Fairness widersprechendes Verhalten», wie der Medienmitteilung der Nationalliga zu entnehmen war, mit einer Busse von 2000 Franken belegt. Lüthis Verschulden «sei nicht zu bagatellisieren», auch, da er in der Öffentlichkeit stehe. «Jenseits von Gut und Böse» Als Reaktion auf die ausgesprochene Sanktion trat Marc Lüthi unverzüglich als Vizepräsident des Aufsichtsrats der National League zurück. Beim SCB wird vermutet, dass gegen Lüthi ein Exempel statuiert worden sei. «Die Busse ist unverhältnismässig und jenseits von Gut und Böse», sagte der Berner Medienverantwortliche Christian Dick. Im Vergleich zu vergangenen Urteilen sei die Höhe der Busse «eher eine Strafe für ein Verbrechen, nicht für ein Vergehen». Zuletzt wurde Zugs Trainer Doug Shedden mit 1500 Franken gebüsst, nachdem er im Spiel gegen Lugano den Schiedsrichter mit zahlreichen Kraftausdrücken angebrüllt hatte. Lüthi jedenfalls entschied sich nach kurzer Überlegungszeit zur Demission aus dem Aufsichtsrat – nach acht Jahren Zugehörigkeit. Und wer den gradlinigen Berner Funktionär kennt, der weiss: Einen Rücktritt vom Rücktritt wird es nicht geben. Der SCB verzichtet im Übrigen auf einen Rekurs – man werde «die Busse selbstverständlich bezahlen».rek>

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