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Maulkorb für Regierung

Der Wind dreht. Der Unmut übers Anti-AKW-Camp im Berner Nordquartier wächst. Vor ein paar Wochen haben sich Anwohner noch mit ihrer Unterschrift auf einem Plakat beim Camp mit den Besetzern solidarisiert. Doch der Goodwill aus der Bevölkerung schwindet. Die Aktivisten werden verbal angegriffen: «Zügelt in eine Höhle und macht ein Feuer», riefen Jugendliche den Besetzern kürzlich zu. Im Nünitram fallen Fluchwörter über die Camper, wenn dieses beim Viktoriaplatz vorbeifährt. Und Securitas-Angestellte, die das BKW-Gebäude bewachen, erzählen von Rentnern, die den Aktivisten mit dem Gehstock an den Kragen wollten. Tout Berne redet übers illegale Camp vor dem BKW-Hauptsitz. Am nächsten Donnerstag nimmt sich auch der Stadtrat des brennenden Themas an. Nur die Regierung schweigt. Weder Alexander Tschäppät noch Regula Rytz noch Reto Nause wollten die Fragen dieser Zeitung beantworten und die Öffentlichkeit über ihre Pläne informieren. Regierungssprecher Walter Langenegger verweist seit Wochen auf die laufenden Verhandlungen. Es wäre kontraproduktiv, die Gespräche mit den Protestierenden in den Medien zu kommentieren. Deshalb darf man weiter rätseln, wie lange der Gemeinderat die Besetzer im Nordquartier noch gewähren lässt.tob>

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