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Maximaler Ertrag für Zurbriggen

Der Oberwalliser fährt im Slalom von Kranjska Gora trotz Rückenbeschwerden auf Platz 5. Die Gewinner stammen aus Österreich.

Die Weltcup-Rennen in Kranjska Gora werden der Swiss-Ski-Delegation nicht in sonderlich guter Erinnerung bleiben, sieht man einmal von Silvan Zurbriggen ab. Der Walliser beendete den gestrigen Slalom in der slowenischen Skistation trotz lädierten Rückens auf Platz 5. Reinfried Herbst feierte seinen vierten Saisonsieg vor seinem jungen Landsmann Marcel Hirscher, welcher am Samstag im Riesenslalom triumphierte hatte. Österreichs zuletzt hart kritisierter Cheftrainer Toni Giger dürfte sich ins Fäustchen gelacht haben. Marc Gini, Marc Berthod und Mauro Caviezel schieden allesamt aus, Gini wartet seit seinem sechsten Platz von Adelboden auf einen Punktgewinn. Tags zuvor im Riesenslalom hatte Carlo Janka bei Halbzeit an dritter Stelle gelegen, ehe er im Final um fünf Ränge zurückfiel. Weshalb er so viel Zeit eingebüsst habe, sei ihm selber nicht ganz klar, konstatierte der Bündner wie üblich unaufgeregt. Sein Fokus ist auf die kommenden Aufgaben gerichtet. Am Freitag fliegt er in Richtung Whistler, wo in zwei Wochen mit der Abfahrt die erste Olympiaentscheidung ansteht. Die Form stimme, an dieser Einschätzung ändere das Ergebnis von Kranjska Gora nichts, sagte der 23-Jährige. Auf dem Kunstschnee in Übersee, auf dem sich Janka besonders wohl fühlt, dürfte sich die Ausgangslage sowieso gänzlich anders präsentieren. Benjamin Raich, Leader im Gesamt-Weltcup und damit Hauptrivale des ersten Verfolgers Janka, belegte in Riesenslalom und Slalom jeweils Rang 6. Den Schlussspurt (siehe Kasten) wird der Österreicher Anfang März mit einem Polster von 110 Punkten in Angriff nehmen. «Form meines Lebens» Seit seinem Sturz in Kitzbühel haben Zurbriggens Rückenbeschwerden stetig zugenommen. In Kranjska Gora verzichtete der 28-Jährige zwecks Schonung auf den Riesenslalom am Samstag, und sein Einsatz im Slalom war nur dank ärztlicher Hilfe möglich: «Ich erhielt ziemlich starke Schmerzmittel und dazu ein Wärmepflaster.» Er sei sehr zufrieden, habe er doch «mit minimalem Aufwand das Maximum erreicht», resümierte Zurbriggen, welcher gewissermassen einen Kaltstart hingelegt hatte. «Ich verzichtete auf das Einfahren. So gesehen, darf ich mit meinem Ergebnis mehr als zufrieden sein.» Hätte er im zweiten Lauf nicht noch eine Stange auf die Skier bekommen, wäre er wohl gegenüber dem ersten Lauf noch mehr als eine Position nach vorne gerückt. Die in der Vorbereitung gelegte Basis genügte, um mit halb leeren Batterien noch mithalten zu können. «Skifahrerisch», sagte Zurbriggen, «bin ich in der Form meines Lebens.» Nun jedoch ist er froh, dass der Januar mit nicht weniger als sechs Slaloms vorbei ist: «Jetzt kann ich mich endlich ein paar Tage lang erholen und eine richtige Therapie beginnen.»siResultate Seite 14>

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