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Mayuka: ein neuer Stern in der Offensive der Young Boys

Die Young Boys haben sich in St.Gallen 2:1 durchgesetzt. Der erst 19-jährige Sambier Emmanuel Mayuka, ein grosses Talent,

Am Ende wars eine wenig attraktive Abwehrschlacht der Young Boys, die ziemlich stark wankten, aber nicht fielen. Ihr überragender Torhüter Marco Wölfli hielt die drei Punkte und den 2:1-Sieg in St.Gallen mit Paraden und Reflexen schier ab Fliessband fest. Wölfli war hinten der Matchwinner der Berner, und vorne war es Emmanuel Mayuka. 19 Jahre alt erst ist der Stürmer aus Sambia, der im Sommer auf starkes Betreiben von YB-Chefscout Stéphane Chapuisat verpflichtet worden war – und dem man im Verein eine ähnliche Entwicklung wie einst Seydou Doumbia zutraut. «Vielleicht ging heute in St.Gallen ein neuer Stern auf», sprach der neue YB-CEO Ilja Kaenzig. Und: «Mayuka hat sehr viel Potenzial.» Und dieser Emmanuel Mayuka besitzt ja tatsächlich Anlagen, um eine hoffnungsvolle Karriere zu lancieren – und vorerst zum neuen Publikumsliebling in Bern zu avancieren. Das 1:0 in St.Gallen feierte er am Mittwochabend ausgesprochen spektakulär mit einem vierfachen Überschlag und formvollendetem Salto zum Abschluss. Stilnote 10,0 für Mayuka Die Stilnote 10,0 aber verdiente sich der wirblige, trickreiche Mayuka in erster Linie wegen seiner Spielweise. «Mein Vater hat immer gesagt, dass sich harte Arbeit irgendwann auszahlt», sagte Emmanuel Mayuka, der ein bescheidener, ruhiger Zeitgenosse ist: «Es freut mich sehr, läuft es mir in diesen Tagen so gut und kann ich dem Team helfen, Erfolg zu haben.» In einer lange Zeit enorm offensiv ausgerichteten YB-Mannschaft war Mayuka in St.Gallen der auffälligste, beste Feldspieler – und doch war es Torhüter Marco Wölfli, bei dem sich Trainer Vladimir Petkovic nach dem Sieg explizit bedankte: «Wölfli hat heute wieder sehr gut gehalten.» Die Young Boys hatten heftig zittern müssen, ehe der erst dritte Saisonsieg im neunten Super-League-Spiel feststand. Kurz vor und kurz nach der Pause wur-de YB-Mittelfeldspieler Thierry Doubai verwarnt, und so mussten die Young Boys ab der 51.Minute in personeller Unterzahl agieren. Zu diesem Zeitpunkt führten sie 1:0, weil Emmanuel Mayuka in der 27.Minute nach feiner Vorarbeit David Degens seine Torgefährlichkeit demonstriert hatte. «Eiskalt» habe er da agiert, lobte Kaenzig, und Petkovic strich hervor, dass Mayuka mit fünf Toren in vier Tagen und zwei Spielen bewiesen habe, mehr als eine Alternative in der Offensive zu sein. Beim 7:0-Sieg im Cup in Spiez hatte Mayuka am Samstag drei Treffer erzielt. YB-Siegtor in Unterzahl Gestern hätten sich die Young Boys Hektik und Stress ebenfalls ersparen können. Sie hatten das Geschehen trotz vereinzelter defensiver Schwächen bis zum Platzverweis Doubais im Griff, sie waren ballsicher und schwungvoll, doch nach dem 1:1 in der 56.Minute durch Philipp Muntwiler sprach vieles für den FC St.Gallen. «Wir hatten viele Torchancen, uns fehlte einfach die Effizienz», sagte ein enttäuschter Uli Forte, der Trainer der Gastgeber, die bei einem Lattenschuss auch noch Pech beklagten. Das Siegtor gelang Emmanuel Mayuka in der 65.Minute derweil bei einer der raren Gelegenheiten der Young Boys nach der Pause. Gegen einen zu Beginn sehr bescheidenen Gegner setzten sich die Gäste am Ende glückhaft, aber nicht unverdient durch. «Das ist ein sehr wichtiger Sieg für uns», sagte Ilja Kaenzig, der erleichterte CEO, und Torhüter Marco Wölfli freute sich über «Willen und Leidenschaft» von YB: «Wir wollten diesen Sieg heute unbedingt.» Moreno Costanzo, der Berner Spielmacher, schliesslich nannte den Abend in der AFG-Arena «besonders speziell», weil er viele Jahre beim FC St.Gallen verbracht hatte. Allen Berner Protagonisten war die Genugtuung anzumerken, den Negativtrend der letzten Wochen gestoppt zu haben. «Wir möchten jetzt eine Siegesserie starten», sagte Kaenzig. Und der ambitionierte CEO vergass nicht, zu erwähnen, dass YB am Mittwoch ja auch noch zwei Punkte auf den Titelrivalen FC Basel (2:2 gegen GC) aufgeholt habe.Fabian RuchTelegramm Seite 14>

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