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Mehr Fische in der Aare, weniger Geld in Kasse

InterlakenDer Uferschutzverband Thuner- und Brienzersee (UTB) ermöglichte 2010 erfolgreiche Renaturierungen und plant weitere

«Mit Renaturierungen wie den neuen Flachwasserzonen auf UTB-Boden in der Weissenau ist die Aare letztes Jahr äschenfreundlicher geworden», stellte UTB-Präsident Andreas Fuchs an der Generalversammlung vom Freitag in Interlaken fest. Weitere 15 Renaturierungsmassnahmen im Aareraum Bödeli werden nach Absprache mit allen Beteiligten in einer Machbarkeitsstudie weiterverfolgt. Der UTB leistet die Anschubfinanzierung für die Studie. Im Naturschutzgebiet Weissenau ersetzte der UTB die offene Beobachtungsplattform durch einen «Hide» mit Sichtschutz, damit Besucher die Vögel beobachten können, ohne sie zu stören. Die Kosten von 50000 Franken hat der UTB vorgeschossen; nach Spenden und Beiträgen aus dem Lotteriefonds bleiben bisher Restkosten von 15000 Franken, wie Andreas Fuchs berichtete. Regionalkonferenz sagt Nein Wie beliebt die Naturschutzgebiete am Thunersee bei Mensch und Tier sind, zeigen jeweils die alljährlichen Wasservogelzählungen und die gut besuchten Exkursionen der Ornithologen und des UTB. Keinen Erfolg hatte der Verband hingegen beim Versuch, mit der Regionalkonferenz Oberland Ost ein regionales Finanzierungsmodell auszuhandeln. «Damit sind wir wieder auf den steinigen Weg der bilateralen Verhandlungen mit den einzelnen Gemeinden angewiesen», meinte Andreas Fuchs. Langfristiges Ziel bleibt eine Leistungsvereinbarung mit dem Kanton. Die Rechnung 2010 schloss bei 156513 Franken Aufwand mit 86361 Franken Defizit. Damit verringerte sich das Verbandsvermögen auf 744500 Franken. Für das Jahr 2011 rechnet der UTB für sein Jahrbuch und öffentliche Exkursionen, für seine Bauberatung, den Unterhalt seiner Anlagen und für die Unterstützung von Projekten mit 96000 Franken Aufwand und 47700 Franken Ertrag. Zu den Projekten, die der UTB unterstützt, gehört neben dem Aareraum Bödeli auch die Aufwertung des Naturschutzgebietes Jägglisglunte bei Brienz. Den Wegunterhalt im Naturschutzgebiet Weissenau übergab der UTB 2010 an die Gemeinde Unterseen. UTB-Werkmann Ueli Zingrich, der die Weissenau über 25 Jahre in Ordnung gehalten hatte, wurde für seinen Einsatz geehrt. Schifffahrt: Erfolg und Kritik Im zweiten Teil der Versammlung erläuterte Gastreferent Michael Lüthi, Leiter der BLS-Schifffahrt-Betriebe, wie sein Unternehmen langfristig Bestand haben will – und das, obwohl die Schifffahrt im Kanton Bern, anders als auf den Seen anderer Kantone, nicht subventioniert wird. Mit Massnahmen wie vielseitigeren Angeboten in bestehender Infrastruktur und gezielter Werbung holte der Betrieb seit 2005 über ein Drittel mehr Passagiere auf die Oberländer Seen. Weil er aber gleichzeitig Angebote einsparte, handelte er sich den Ärger der vom Abbau Betroffenen ein (wir haben berichtet). Auch an der UTB-Versammlung forderten Gemeindevertreter und Einwohner aus mehreren Seegemeinden einen dichteren Fahrplan. Lüthi zeigte sich überzeugt, dass Lösungen möglich sind – wenn Tourismusorganisationen, Anbieter und Gemeinden bereit seien, am gleichen Strick zu ziehen. Sibylle HunzikerDas UTB-Programm 2011: 26.Februar: Uferputzete Weissenau, Treffpunkt 8.30 Uhr Parkplatz Weissenau. 14.Mai, 14–16 Uhr: 300 Jahre Kanderdurchstich – Exkursion zum Kanderdelta. 10.September, 14–16 Uhr: Aufwertung der Aare – Exkursion auf dem Bödeli. >

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