Mehr Gewinn und mehr Geld für Landwirte

Unterseen

An der Generalversammlung der Landi Jungfrau konnten die Verantwortlichen über eine stattlichen Gewinn berichten.

Samuel Günter@samuel_guenter

«Wir dürfen auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückschauen», erklärte am Dienstag Urs Huber, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Landi Jungfrau AG, im Schützenhaus Lehn. Dort fand traditionellerweise die Generalversammlung statt. Das Unternehmen erwirtschaftete 2017 einen Gewinn von 489'263 Franken. Das sind rund 100'000 mehr als im Vorjahr. Dies bei einem Umsatz von rund 53,6 Millionen Franken. 2016 habe man etwas höhere ­Abschreibungen auf den neuen Immobilien vorgenommen.

Im Agrarbereich (–13 Prozent) und im Detailhandel (–2,3 Prozent) ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr zurück. Im Agrarbereich habe das Wetter eine Rolle gespielt. «Des einen Freud ist des anderen Leid», meinte Huber. Das gute Frühjahr sorgte dafür, dass Landwirte weniger Futtermittel zukaufen mussten. Im Detailhandel spüre man die Konkurrenz, die vermehrt auch sonntags geöffnet habe.

Mehr Geld zurück

Aufgrund der guten Zahlen habe man sich entschieden, dieses Jahr mehr Rückvergütungen auszuschütten, sagte Verwaltungsratspräsident Bernhard Fuchs. Die Landi zahlt ihren Kunden im Agrarbereich je nach Höhe der Einkäufe einen Prozentsatz Ende Jahr bar aus. 2017 waren das insgesamt 58'000 Franken an 161 Landwirte. Heuer sollen die Beiträge um 0,5 Prozent erhöht werden.

«Wir bezahlen diese Rückvergütung nicht einfach durch ­höhere Preise im Agrarbereich», erläuterte Fuchs. Dieses Geld erwirtschafte man in anderen Bereichen. «Es ist so, dass die Landi ihr Geld im Detail- und Energiehandel verdient.» Im Agrarbereich sei man mit einer schwarzen Null zufrieden. «Dies als klares Bekenntnis zur Landwirtschaft.»

Der gesamte Verwaltungsrat wurde ohne Diskussion wiedergewählt. Zu einem Raunen führte ­allerdings die Nachricht, dass der langjährige Geschäftsführer der Landi Jungfrau und heutige Leiter der Landi AG Region Mitte, Guido Wittwer, die Fenaco-Gruppe nach 18 Jahren verlassen wird.

Zukunft der Landwirtschaft

Im Anschluss an die GV referierte Nationalrat Markus Ritter, Präsident des Schweizer Bauernverbands. Er erklärte, weshalb der Bauernverband die angedachte Agrarstrategie des Bundesrates bekämpft und welche Erfolge man im Parlament damit hatte. Und er betonte: «Ich glaube fest an eine positive Zukunft der Schweizer Landwirtschaft.» Es brauche aber viel Arbeit auf politischer Ebene und am Markt.

Berner Oberländer

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