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Mehr Hilfe in der Nähe

langnauDer von Langnauer Freikirchen getragene Wältmärit geht zu. Die Christen in Langnau überlegen sich, «von der Fernstenhilfe zur Nächstenhilfe» zu wechseln.

Noch sind an der Langnauer Kirchgasse 1 allerhand Produkte aus Entwicklungsländern zu kaufen. Vor über zehn Jahren hat es sich ein Trägerverein zur Aufgabe gemacht, in Langnau Ware anzubieten, die Menschen in Südamerika, Afrika und Asien hergestellt haben – «nach dem Motto ‹Arbeit statt Almosen›», wie Bruno Engel sagt. Engel ist Präsident des Vereins, der sich aus Mitgliedern verschiedener Langnauer Freikirchen zusammensetzt. Seit Anfang Jahr – und noch bis am 11.Februar – führt der Wältmärit einen Totalausverkauf durch. Danach geht der Laden für immer zu. Verschiedene Faktoren hätten zu der Schliessung geführt, sagt Engel und erwähnt etwa die kantonalen Bestimmungen, die stets schärfer würden und nicht mehr alle eingehalten werden könnten. So verfügt das Lokal beispielsweise weder über warmes Wasser noch eigene Toiletten für das Verkaufspersonal. Weiter sei der Umsatz tendenziell eher rückläufig. Seit der Schliessung des Manor, der bis vor einem Jahr in unmittelbarer Nähe mit einer breiten Produktpalette viel Laufkundschaft angezogen habe, «ist unser Standort nicht mehr so günstig wie vorher», stellt Engel fest. Doch diese Gründe waren noch nicht ausschlaggebend dafür, dass der Trägerverein beschlossen hat, den Laden zu schliessen und sich im Frühling aufzulösen. Zum Entscheid beigetragen hat auch, «dass Kirchen und Freikirchen in Langnau allgemein am Überlegen sind, ob wir von der Fernstenhilfe zur Nächstenhilfe wechseln wollen», sagt Engel. Als Beispiel erwähnt er den Flüchtlingstag, der jedes Jahr durchgeführt wird. Auch im Frauenkreis, den die politische Gemeinde gründen wolle, könnten sich die Allianzgemeinden ein Engagement vorstellen. Zudem seien Kirchen und Freikirchen am Prüfen, ob zusammen mit dem Zentrum für unbegleitete minderjährige Asylsuchende auf der Bäregg ein Angebot geschaffen werden könnte. Susanne Graf >

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