Mehr Platz für Geigenbauer

Brienz

Die Geigenbauschule zelebrierte am Freitag mit zahlreichen Gästen den Spatenstich für die Sanierung und Erweiterung des Schulgebäudes an der Oberdorfstrasse.

Sind stolz auf das Projekt (v. r.): Hans Rudolf Hösli, Schulleiter, Gerhard Fischer, Präsident Baukommission, und die Architekten Alois Linke, Stephan Rutishauser und Stephan Glaus mit dem Modell, in der Mitte das historische Gebäude, dahinter der aufgestockte Gebäudeteil mit Pultdach.

Sind stolz auf das Projekt (v. r.): Hans Rudolf Hösli, Schulleiter, Gerhard Fischer, Präsident Baukommission, und die Architekten Alois Linke, Stephan Rutishauser und Stephan Glaus mit dem Modell, in der Mitte das historische Gebäude, dahinter der aufgestockte Gebäudeteil mit Pultdach.

(Bild: Beat Jordi)

Das Haus an der Oberdorfstrasse 94 gehört zum alten Dorfteil von Brienz und wurde Ende des 15. Jahrhunderts als ländliches Gebäude erstellt, erläuterte Kantonsarchäologe Volker Herrmann am Freitag beim Spatenstich für die Erweiterung der Geigenbauschule.

Die steinernen Grundmauern und der alpine Blockbau aus Holz beherbergten vermutlich eine Handwerkerfamilie, die auch Handel betrieb. Später wurde das Gebäude geteilt und bot Raum für zwei Familien.

Die Geigenbauschule Brienz besteht seit 1944 und unterrichtet in- und ausländische Studentinnen und Studenten seit 1982 am heutigen Standort. Die 1998 gegründete Stiftung Geigenbauschule Brienz ist Eigentümerin der Liegenschaft und Trägerin des Sanierungs- und Erweiterungsprojektes. Aktuell absolvieren elf Studierende ihre vierjährige Ausbildung am Institut.

Im «Klangholz-Paradies»

Der Standort Brienz bietet den Studierenden den idealen Rahmen, wächst doch der Rohstoff Fichte und Ahorn in bester Qualität in naher Umgebung, freute sich Schulleiter Hans Rudolf Hösli bei der Vorstellung des Bauvorhabens.

Die Planung begann bereits 2012, wobei der bisherige Standort gegenüber dem Alternativstandort Pfarrhaus Brienz klare Vorteile aufwies, erwähnte Architekt Alois Linke aus Meiringen, der die erste Phase des Projektes plante.

Mit im Architektenteam sind neu Stephan Glaus und Stephan Rutishauser vom Büro Glaus Stämpfli GmbH in Bern. Eine Herausforderung war unter anderem die Dachgestaltung des Erweiterungsbaus in Form eines dreiteiligen Pultdaches, zeigte Glaus auf.

Die Baukosten im historischen Gebäude sind mit 6,5 Millionen Franken veranschlagt. 4 Millionen sind laut Hösli zugesichert durch Spender, Sponsoren, Öffentlichkeit und Private.

Umzug im Sommer 2018

Allein aus dem Lotteriefonds hat der Grosse Rat 2 Millionen Franken bewilligt. Für die noch fehlenden Mittel hofft Hösli auf weitere Spenden, damit der Bankkredit möglichst klein gehalten werden kann. Bis im Winter 2017 soll der Rohbau unter Dach sein.

Der Bezug der neuen Schul- und Aufenthaltsräumen inklusive der Lager und Nebenräume ist auf Sommer 2018 geplant.

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