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Mehr surfen, googeln und lernen am Computer

ThunDie Informatik an den Schulen wird erneuert und eventuell aufgerüstet. Der Gemeinderat hat für den Ersatz 1,483 Millionen Franken bewilligt. Für die Erweiterung der Infrastruktur ist der Stadtrat zuständig. Deshalb entscheidet er an seiner nächsten Sitzung über eine Investition von 557000 Franken.

Der Gemeinderat befürwortet die Erweiterung und empfiehlt dem Stadtrat ein Ja: An der kommenden Sitzung vom 12.Mai steht die Informatik an den Thuner Schulen auf der Traktandenliste. Der Gemeinderat hat für den Ersatz der bestehenden Anlagen als gebundene Ausgabe bereits einen Investitionskredit von 1,483 Millionen Franken bewilligt. Ob die Infrastruktur mit einer Neuinvestition von 557000 Franken erweitert werden soll, darüber hat nun der Stadtrat zu entscheiden. Die jährlich wiederkehrenden Betriebskosten werden in den Unterlagen zur Stadtratssitzung auf 189000 Franken angegeben. Geplant ist, Anfang 2012 die Arbeiten zu vergeben. Anschliessend werden die Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) schrittweise in vier Realisierungseinheiten à je vier Schulen in den Jahren 2012 bis 2015 umgesetzt. Eine Lernstation für alle In den Jahren 2006 bis 2009 wurden die Unterrichtsräume der Thuner Volksschule vernetzt und zwei Arbeitsstationen pro Klasse sowie ein Gerätepool pro Schulhaus beschafft. Zudem wurden die Lehrpersonen aus- und weitergebildet. Für viele Lehrpersonen war die Integration der ICT in den Unterricht anfänglich eine Herausforderung. Heute wird der Computer bereits selbstverständlich eingesetzt. In den unteren Klassen steht der Einsatz von Lernsoftware im Vordergrund, in der Mittelstufe werden erste Recherchen im Internet getätigt und Arbeiten verfasst. In der 5.Klasse erfolgt die Einführung ins Tastaturschreiben. In der Oberstufe, wo auch der eigentliche Informatikunterricht stattfindet, werden alle Anwendungen vertieft und erweitert. Eine dritte Station für alle Der Gemeinderat befürwortet eine dritte Arbeitsstation pro Klasse, so wie es der Kanton empfiehlt und es die neuen Fremdsprachenlehrmittel auch vorsehen. Der Gemeinderat ist ebenfalls der Meinung, die Arbeitsplätze der Kindergartenlehrper-sonen mit einer Arbeitsstation auszurüsten und diese ans Internet anzuschliessen. Auch die Kindergartenlehrpersonen sollen am Arbeitsplatz per Mail erreichbar sein und ihre Unterrichtsvor- und -nachbereitung mit Unterstützung der Schulinformatik-Infrastruktur tätigen können. Die Bedeutung nimmt zu «Die Bedeutung der ICT nimmt in der Schule ebenso zu wie im übrigen Leben», steht in der Mitteilung. Immer mehr Inhalte sind (nur noch) im Internet zu finden. Die Kommunikation ist vermehrt internetbasiert. Texte und andere Produkte werden fast ausschliesslich digital produziert. Die Schülerinnen und Schüler müssen früh lernen, mit den Möglichkeiten, aber auch mit den Gefahren der ICT umzugehen. ICT in der Schule, aber auch im Privatbereich werden immer wichtiger. Die Bedeutung der ICT nimmt auch bei den Lehrmitteln zu. Zwar werden diese noch mehrheitlich in Papierform hergestellt, immer mehr Inhalte werden aber digital mitgeliefert und abgegeben (auf CD oder im Internet). Unterricht mit neuen Mitteln Beispielsweise startet ab Sommer 2011 der Französischunterricht bereits in der 3.Klasse – so auch in Thun. Im neuen Lehrmittel «Mille Feuille» spielt der Bereich «Hören» in vielen Aufträgen eine wichtige Rolle. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Sequenzen in eigenem Tempo ein- oder mehrmals anhören können. Aus diesem Grund geht das Lehrmittel davon aus, dass pro Klasse mindestens drei Arbeitsstationen zur Verfügung stehen. Die gleichen Anforderungen werden ab dem Jahr 2013 auch für den Englischunterricht ab der 5.Klasse gelten. Franziska Streun>

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