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Mehrfamilienhaus im Rohbau bis auf das Fundament abgebrannt

WengenEin neues Gebäude im Rohbau ging am Montagabend in Flammen auf. Die von der Air-Glaciers unterstützten Feuerwehren von Wengen und Lauterbrunnen hatten alle Hände voll zu tun, um die umliegenden Häuser und den nahe liegenden Wald vor einem Übergriff des Feuers zu retten.

«Wir sassen in der Stube, als plötzlich ein rötlicher Schimmer durch das Fenster drang»: Fritz Graf erlebte den Vollbrand in der Gynschegg unterhalb des Wengener Dorfzentrums am späten Montagabend aus näherer Distanz, als ihm lieb gewesen wäre – und musste lange Zeit um sein eigenes Haus fürchten, das gerade mal zwanzig Meter neben dem Neubau steht. Dieses noch im Rohbau befindliche Mehrfamilienferienhaus wurde durch bisher ungeklärte Ursache Opfer eines Feuers. Die um 22.05 Uhr alarmierte Feuerwehr Wengen rückte mit 49 Mann und zwei Einsatzfahrzeugen zur Gynschegg aus. Die Air-Glaciers Lauterbrunnen erstellte mit zwei Helikoptern sofort eine Luftbrücke, um weitere 18 Feuerwehrleute mit Schlauchmaterial aus Lauterbrunnen in Minutenschnelle zum Brandplatz zu bringen. «Erste Priorität hatte für uns der benachbarte Wald, der vom Gebäude bereits in Brand gesetzt worden war und bis zur Waldgrenze hinauf reicht», sagt Einsatzleiter Werner Müller. Das Dach des Nachbarn Fritz Graf im Birchen kühlten die Feuerwehren mit reichlich Wasser. «Die herrschende Windstille bewahrte uns glücklicherweise vor weit höherem Schaden», stellt Werner Müller fest. Gab es einen Funkenflug? Die Parzelle des Neubaus wurde kürzlich in die Bauzone der Gemeinde Lauterbrunnen aufgenommen, das abgebrannte Gebäude erst vor Ostern durch Wandelemente erstellt. Am Montag wurde das Haus überdacht. Ein namentlich nicht erwähnter Augenzeuge erinnert sich: «Am Montagnachmittag habe ich noch gesehen, dass im Dachbereich fleissig geschliffen wurde. Ob diese Schleifarbeiten wohl Funken verursachten, die am Abend dann den Brand auslösten?» Die Brandursache ist zurzeit jedenfalls noch unklar – sie wird durch Branddezernat der Kantonspolizei Bern ermittelt. Auch die Höhe des Schadens ist unbekannt. «Sicher ist, dass die Schadenhöhe hoch ist», sagt Werner Michel, Postenchef der Kantonspolizei Lauterbrunnen. Nebst des zerstörten Neubaus erlitt auch der oberhalb davon stehende Wald Brandschäden, «und der Baukran neben dem Gebäude ist abbruchreif», wie Einsatzleiter Werner Müller erklärt. In unmittelbarer Nähe des abgebrannten Rohbaus befindet sich übrigens unter anderem das Chalet des populären Berner Chansonniers Peter Reber, südlich davon das Hotel Bellevue. Bruno Petroni>

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