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Mehrheit steht hinter Schlossberg-Parking

thunDie Stadt ist mit der Beteiligung an der Mitwirkung zum Parkhaus Schlossberg zufrieden: 91 Eingaben, mehrheitlich positive. Eine Knacknuss könnte jedoch das gleichzeitige Umnutzen der oberirdischen Parkplätze werden. Anfang 2012 befindet der Stadtrat über den Zonenplan. Falls gegen dessen Entscheid das Referendum ergriffen wird, kommt dieser an die Urne.

Eine Parkieranlage im Schlossberg von Thun ist aus Sicht der Stadtverwaltung in der Mitwirkung mehrheitlich unumstritten. Doch die Realisierung dürfte insbesondere wegen der flankierenden Verkehrsmassnahmen trotzdem zur Herausforderung werden. Denn Bestandteil des in der für das Bauvorhaben nötigen Zonenplanänderung ist das Aufheben und Umnutzen der oberirdischen Parkplätze in der Innenstadt – und diese Massnahme ist nicht bei allen Beteiligten willkommen. Denn lediglich 65 Prozent der per Fragebogen Mitwirkenden schätzen diese Massnahme als positiv ein. Dies teilte die Stadt gestern mit. «Das Parking im Schlossberg selbst wird in 81 Prozent der Fragebogen unterstützt und somit nicht grundsätzlich infrage gestellt», schreibt sie in der Mitteilung. Es wurden 91 Eingaben eingereicht, 79 davon in Form von ausgefüllten Fragebogen und 12 als eigens formuliertes Schreiben; darunter von der Innenstadt-Genossenschaft Thun, der BDP und der SP (wir berichteten). Wird Referendum ergriffen? «Die Ergebnisse haben bestätigt, dass das Parking an sich begrüsst wird», ergänzt Andreas W. Maurer, Geschäftsführer der Parkhaus Thun AG, auf Anfrage. Doch eine endgültige Meinung könne er sich erst bilden, wenn die Ergebnisse der Auflage des Zonenplans und des Entscheides des Stadtrats vorliegen würden. «Möglich ist, dass gewisse Gruppen den Stadtratsentscheid anfechten, das Referendum ergreifen und eine Volksabstimmung erzielen wollen.» Diese Annahme schliesse er insbesondere aus der zum Teil ablehnenden Haltung gegenüber der Umnutzung der oberirdischen Parkplätze. «Diese Massnahme ist Bestandteil der Zonenplanänderung und der Verkehrspublikation. Bevor diese nicht genehmigt sind, können wir nicht bauen», erklärt Maurer. Ungeachtet dessen treibe die AG die Detailplanung voran. Dazu gehören auch geologische und bautechnische Untersuchungen und Abklärungen zur Sicherheit und zur Finanzierung. «Wir wollen die offenen Fragen beantworten können und auch über konkrete Offerten von Totalunternehmern verfügen», sagt Maurer. Kritisiert werden die Kosten Als Negativpunkte werden laut Mitteilung vereinzelt – meist aus der unmittelbaren Nachbarschaft des Parkings – die hohen Gesamtkosten von 35 bis 40 Millionen Franken und die Nähe zur historischen Bausubstanz genannt. Die Erschliessung über den Kreisel an der Burgstrasse wird zwar begrüsst, jedoch wird befürchtet, dass diese zu Spitzenzeiten noch mehr überlastet sein dürfte. «Die Stadt hat wie von uns gefordert die langfristige Auswirkung dieses Verkehrsmodells simulieren lassen», ergänzt Kreisoberingenieur Markus Wyss. Das Fazit sei, dass sich eine Parkieranlage im Schlossberg auf den Verkehrsfluss nicht negativ auswirken werde. «Eine Mitwirkung mit hoher Beteiligung ist besonders aussagekräftig. Doch es müssen noch einige Wenn und Aber bereinigt werden», bilanziert Stadtplaner Hansueli Graf. Das Tiefbauamt sei für die Umnutzungen der Parkplätze gefordert. «Wir nehmen nun die Gespräche mit den betroffenen Kreisen auf.» «Die Volksmeinung hilft» Stadtpräsident Raphael Lanz (SVP) freut sich auch trotz der kritischen Stimmen über die Beteiligung. «Es ist unsere Herausforderung, einen möglichst guten Konsens bezüglich der oberirdischen Parkplätze zu erzielen.» Wenn es zum Referendum und schliesslich zur Abstimmung kommen sollte, sei dies nicht nur ein demokratisches Recht, sondern etwas Positives. «Die Meinung der Bevölkerung zu einem wichtigen Stadtentwicklungsprojekt zu kennen, ist ein Vorteil», findet er. «Entweder lautet die Antwort klar Ja – und wenn es ein Nein ist, sparen wir uns alle viel Zeit und Geld für Planungsarbeiten.» Franziska Streun>

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