Meiringen hebt Planungszone auf

Meiringen

Da der Zweitwohnungsanteil gesunken ist, löst der Meiringer Gemeinderat die Planungszone auf.

Der Zweitwohnungsanteil in Meiringen ging 2018 um 2,8 Prozent zurück.

Der Zweitwohnungsanteil in Meiringen ging 2018 um 2,8 Prozent zurück.

(Bild: Bruno Petroni)

Im November 2017 hat der Gemeinderat Meiringen eine Planungszone zur Überprüfung der Zulassung von neuen Zweitwohnung erlassen. Dies, weil der Zweitwohnungsanteil in drei Jahren bis Ende 2016 von 3 Prozent auf 15,4 Prozent angestiegen war. Daraufhin regte sich Widerstand, 29 Einsprachen und 119 Unterschriften gingen ein, weshalb der Gemeinderat eine Arbeitsgruppe einsetzte.

Seither habe sich die Arbeitsgruppe, bestehend aus dem Gemeinderat Daniel Studer (Leitung), Dominik Ghelma, Daniel Gisler, Jürg Lucek, Niklaus Meerstetter, Sandra Winterberger und Hanspeter Graf, mehrmals getroffen und sich intensiv mit dem Thema Zweitwohnungen befasst. Dies schreibt der Gemeinderat im «Anzeiger Oberhasli». Als Ergebnis hat die Arbeitsgruppe nun dem Gemeinderat vorgeschlagen, die Planungszone aufzuheben.

Der Zweitwohnungsanteil der Einwohnergemeinde Meiringen verzeichnete per 31. Dezember 2018 einen Rückgang von 2,8 Prozent innerhalb eines Jahres und betrage neu 13,6 Prozent. Durch den Bau des Feriendorfes auf der Sauvage-Matte werde dieser Anteil um rund 2,4 Prozent zunehmen. Nach Abwägen der Vor- und Nachteile habe der Gemeinderat den Entscheid gefällt und sich dem Vorschlag der Arbeitsgruppe angeschlossen, die Planungszone per sofort aufzuheben. Der Gemeinderat beabsichtige keine vorsorgliche Regulierung des Zweitwohnungsanteils. Die zukünftige Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt werde regelmässig beobachtet.

Berner Oberländer

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