Metro neben Höchstspannung

Meiringen

Dem Projekt Grimselbahn geht das Geld nicht aus: Die AG hat Bundesmittel, um weiter am Metro-Projekt zwischen Innertkirchen und Oberwald zu arbeiten.

«Verbindet alpine Regionen»: Projektleiter Gianni Biasiutti, IG-Präsident Gerhard Fischer und AG-Präsident Peter Teuscher von der Grimselbahn. Projektleiter Robertus Laan, IG-Präsident Klaus Vogler, Vincent Brodard (Montreux Oberland Bahnen), Vize Klaus Bürgi und Vorstandsmitglied Dres von Weissenfluh von Golden Pass.

«Verbindet alpine Regionen»: Projektleiter Gianni Biasiutti, IG-Präsident Gerhard Fischer und AG-Präsident Peter Teuscher von der Grimselbahn. Projektleiter Robertus Laan, IG-Präsident Klaus Vogler, Vincent Brodard (Montreux Oberland Bahnen), Vize Klaus Bürgi und Vorstandsmitglied Dres von Weissenfluh von Golden Pass.

(Bild: Anne-Marie Günter)

Für Gerhard Fischer, Präsident der Interessengemeinschaft Grimselbahn, sind die Realisierungschancen eines Projekts, das im Oberhasli schon oft diskutiert wurde, gut.

«Wir hängen von Swissgrid ab», sagte aber Peter Teuscher, Verwaltungsratspräsident der AG Grimselbahn, an der Mitgliederversammlung der IG. Sie hat 665 Mitglieder und ist zusammen mit Innertkirchen, Obergoms, Andermatt und der KWO AG Aktionärin der Grimselbahn AG, die zur Realisierung des Projekts gegründet wurde.

Bundesmittel winken

2018 hat die IG 36438 Franken an die AG überwiesen, damit konnte Werbung gemacht werden. Die Machbarkeitsstudie wurde von acht Kantonen finanziert, und dann ging es darum, welche Priorität das Grimselbahn-Projekt bei der Finanzierung und dem Ausbau der Bahninfrastruktur FABI des Bundes bekommt.

Es hat es dann in den Topf der Langfristperspektiven der Westschweiz geschafft und kann mit Bundesmitteln zur Weiterentwicklung rechnen. Gute Karten, das zeigte Peter Teuscher mit verschiedenen Botschaften aus Bundesbern auf, hat das Projekt auch deshalb, weil es zwei Infrastrukturaufgaben verbindet.

Eine solche Zusammenarbeit, auch zum Schutz von Landschaften, wird vom Bund angestrebt. Die Höchstspannungsverbindung der Swissgrid über den Grimselpass, Teil des europäischen Verbundnetzes, ist erneuerungsbedürftig und könnte in Kabelform in den gleichen dreiteiligen und insgesamt 22 Kilometer langen Tunnel gelegt werden wie die Metro-artige Grimselbahn. Zahnräder wie am Brünig braucht es deshalb nicht, wie Projektleiter Gianni Biasiutti erklärte.

Mit dem Bahnbau würden 304 Kilometer Schmalspurnetz nördlich der Alpen mit 518 Kilometern südlich der Alpen mit den grossen Tourismusorten verbunden. Nicht von ungefähr tagte die IG Grimselbahn gemeinsam mit der IG Golden Pass.

Angedacht ist bereits, dass in Interlaken dann doch eine Umspuranlage gebaut werden könnte, wie sie für den Golden Pass in Zweisimmen realisiert worden ist. Dann könnten entsprechend ausgerüstete Züge von Montreux bis nach Oberwald fahren.

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