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Meyer Burger kündigte 100 befristet Angestellten

thunDie Solarfirma Meyer Burger fährt von der Hochproduktion auf den normalen Stand zurück. Das ändert zwar nichts an den Jahreszielen – bedeutet aber, dass Anfang Juni rund 100 temporäre Mitarbeiter die Kündigung erhalten haben.

Wie gut geht es der Firma Meyer Burger? Nach dem Boom der letzten Monate und Jahre mit immer neuen Erfolgsmeldungen machten in Thun zuletzt plötzlich Gerüchte die Runde, dass Mitarbeiter entlassen worden seien und Kurzarbeit eingeführt werden müsse. Der Kommunikationsverantwortliche der Firma, Werner Buchholz, bestätigt zwar, dass Anfang Juni rund 100 Temporärmitarbeiter die Kündigung erhielten. Er betont aber: «Von Kurzarbeit kann nicht die Rede sein.» Die Massnahme habe auch keinen Einfluss auf die weitere Planung. «Wir halten an unseren Jahreszielen fest und stehen innerhalb der normalen Produktionsplanung», betont Buchholz. Doch warum musste den Temporären gekündigt werden? Sprecher Buchholz erklärt dies wie folgt: Bis vor Kurzem hat die Firma die Produktion bis auf rund 40 Maschinen pro Woche hochgefahren, was weit über dem «normalen Stand» von rund 20 Maschinen gewesen sei. «Jetzt hat sich diese Spitze abgeflacht, und wir produzieren wieder auf Normalniveau.» Lieferungen verschoben Einer der Gründe dafür sei, dass in verschiedenen europäischen Ländern die Einspeisevergütungen für Solarstrom wie angekündigt reduziert worden sind. Zudem haben laut Buchholz einige Kunden Lieferungen verschoben – nicht aber gestrichen, wie der Meyer-Burger-Sprecher betont. «Die Abflachung haben wir erwartet, jetzt ist sie eingetreten», führt er weiter aus. Genau um auf solche Schwankungen im Markt reagieren zu können, seien bei Meyer Burger relativ viele Temporäre angestellt. Ende 2010 waren es rund 250 – und damit laut Buchholz eigentlich «überproportional viele». «Haben auch keine Freude» Dank den Temporärangestellten könnten Wellen kompensiert werden, ohne dass die Substanz der Firma angegriffen werde. «Natürlich haben wir auch keine Freude daran und wissen, dass es für die betroffenen, befristet angestellten Mitarbeitenden hart ist», betont Werner Buchholz weiter. Die Mitarbeitenden würden jedoch bei der Anstellung jeweils auf solche möglichen Entwicklungen hingewiesen.Michael Gurtner>

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