Millionen-Projekt vors Volk

Spiez

Am 19. Mai stimmt der Souverän über den Hochwasserschutz Faulensee ab.

Der Faulenseer Dorfbach. Bei Hochwasser stellt er für Menschen und Bauten eine Gefahr dar. Das soll sich nun ändern.

Der Faulenseer Dorfbach. Bei Hochwasser stellt er für Menschen und Bauten eine Gefahr dar. Das soll sich nun ändern.

(Bild: zvg)

Bauvorsteher Rudolf Thomann (SVP) sprach von einem «rächte Brocke», sein Bäuert- und Parteikollege Sven Rindlisbacher von einem der «wichtigsten Geschäfte der letzten Jahre». Das Projekt «Hochwasserschutz und Entlastungsleitung Dorfbach Faulensee» war unbestritten und ging diskussionslos über die GGR-Politbühne. Mit 32:0 Stimmen folgte das Parlament dem Antrag des Gemeinderates und bewilligte einen Verpflichtungskredit von 3,21 Millionen Franken zuhanden der Volksabstimmung vom kommenden 19. Mai.

Richtungsweisend fürFaulensee und Hondrich

Mit dem Hochwasserschutzprojekt schlägt die Gemeinde Spiez zwei Fliegen auf einen Streich: Einerseits wird der zu grössten Teilen eingedolte Dorfbach – laut der Gefahrenkarte bedroht er bei einem Hochwasser den Siedlungsraum und dessen Bewohner – baulich entschärft. Im Gebiet Kirschgarten (oberhalb des Artilleriewerks) soll ein befahrbarer Schutzdamm das Oberflächenwasser abhalten und von dort eine 500 Meter lange Entlastungsleitung zum See gezogen werden. Diese wird nur bei Hochwasser gebraucht, normalerweise fliesst das Wasser weiterhin über den Dorfbach ab.

Andererseits können in Faulensee und Hondrich blockierte Wohnbauvorhaben auf 2014 eingezontem Land realisiert werden. Grund: Die neuen Sauberwasseranschlüsse sind heute nicht bewilligbar, weil die Kapazität des Dorfbaches ausgeschöpft ist.

Thomann sagte im GGR, dass der Gemeinde nach Abzug der Subventionen für den Hochwasserschutz circa 1,3 Millionen Franken verbleiben würden. Davon sind 540'000 Franken der Siedlungsentwässerung zuzuschreiben und spezialfinanziert (Abwasserentsorgung). Er mahnte: «Der Hochwasserschutz ist oberhalb des Schutzdamms aber nicht abgeschlossen. In den nächsten Jahren sind weitere Ausdolungen und Renaturierungen geplant.»

Berner Oberländer

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