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Mit Hüftschwung und Saitenzauber

Das Nick Perrin Flamenco Jazz Quartett verbindet verschiedene Stile und lädt zur getanzten CD-Taufe im Berner La Cappella ein.

Julia Stucki und Nick Perrin sind ein gutes Team. Sie verbindet die Liebe zur Musik, die Liebe zum Flamenco und die Liebe zueinander. Er begleitet den Unterricht in ihrer Tanzschule mit der Gitarre. Sie macht seine PR-Arbeit. Zusammen treten sie auf. Wo liegt der Anfang ihrer Erfolgsgeschichte? In der gemeinsamen Sekundarschulzeit? Als Julia Stucki mit siebzehn in Spanien zum ersten Mal mit dem Flamencovirus infiziert wird? Nach dem Lehrerseminar, als Nick Perrin sich für die Ausbildung an der Jazzschule entscheidet? Konkret jedenfalls 2006, als sie sich bei einem Flamencokonzert in Bern nach Jahren wieder begegnen und die Idee entsteht, etwas zusammen zu machen. Nick Perrin, der von der klassischen Gitarre über den Rock zum Jazz kam, wollte sich schon lange mit der Flamencogitarre auseinandersetzen, da ihn deren akustische Ausdruckskraft faszinierte. «Ich habe Ballett, Jazz, Modern und Salsa getanzt und hatte Lust, etwas Weiterführendes zu machen, bin aber bis dahin immer nur mit traditionellen Flamencomusikern zusammen aufgetreten», erinnert sich Julia Stucki. Überraschende Hemmung Zusammen haben sie sich auf neues Terrain gewagt. Sie brechen den traditionellen Flamenco auf und flechten verspielt verschiedene Elemente aus anderen Stilen in die Musik und den Tanz ein. In Spanien werde das oft gemacht, aber hier gebe es eine überraschende Hemmung. Perrin spricht von einer Mystifizierung des Flamencos. Er werde oft darauf angesprochen, ob er denn spanische Wurzeln habe. «Dabei fragt im Jazz auch niemand, wie es um deine schwarzen Vorfahren steht.» Von Klassik bis Jazz Vor drei Jahren haben sie als Duo ihr erstes gemeinsames Programm gleich vor ausverkauften Rängen präsentiert. 2008 wuchsen sie mit Marco Rohrbach am E-Bass und Cello und Adrian Christen als Perkussionisten zu einem Quartett an. Nun kommt mit dem neuen Programm die erste CD des Nick Perrin Flamenco Jazz Quartett heraus. Die Tänzerin Julia Stucki steuert Palmas und rhythmische Fussarbeit zum Klangkörper mit den illustren Gastmusikern Daniel Woodtli und Stewy von Wattenwyl bei. Aus den neun Tracks, deren Basis der Flamencorhythmus ist, sind Läufe aus der klassischen Musik, ohrwurmige Jazzstandards und kubanischer Son herauszuhören. Mal ein lüpfiger Hüftschwung mit südamerikanischem Trompetenhauch, mal ein schwermütiges Aufstampfen mit abschliessendem Celloseufzer. Alexandra von ArxNeues Programm und CD-Taufe: 10. bis 12.Februar, 19.30 Uhr, La Cappella, Bern. Weitere Auftritte im Kanton Bern: www. nickperrin.ch. Ticketverlosung Seite 29 >

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