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Mit Schibä aus Thun: Die Band QL aus Biel

ThunAm Freitag rocken die Funpunker QL im Bierkönig. Für QL-Neuling Schibä aus Thun ist es eine Rückkehr. Letztmals spielte er dort

«Ich bin stolz, dass wir ein 100 Prozent balladenfreies Album zusammengestellt haben – trotz Schibä mit an Bord. Das ist eine Kunst!» QL-Mitbegründer, Bassist und Sänger Pät geniesst es, den Thuner Frischling in der Band und seine Affinität für eingängige Popsongs zu foppen. Schliesslich bildet er seit zehn Jahren mit Sägi (Gitarre) und Tosi (Schlagzeug) den harten Kern der Bieler Funpunkband QL. Schibä hingegen ist erst seit letztem Frühling mit an Bord; er ersetzt Gitarrist und Sänger Stämpf. Und heute, nachdem die Band gerade mal vier Konzerte der aktuellen Tour gespielt hat, sagt er: «Ich fühle mich eigentlich gar nicht als Neuling.» Das habe wohl damit zu tun, dass er schon bei der Entstehung des Albums «Mach lut!», das übermorgen Freitag erscheint, mit an Bord war. «Die Jungs haben mich aufgenommen, als wäre ich schon lange Teil von QL», sagt Schibä, während Pät betont: «Wir kennen Schibä schon lange, und wir wissen, dass er in den wichtigsten Punkten tickt wie wir – er hat eine professionelle Einstellung zur Musik, er ist ein glatter Kerl, und er mag Bier.» Im Gespräch wird offensichtlich, was das Durchhören der CD hat befürchten lassen: Die Band nimmt sich selber weniger ernst als ihre Musik. Und ihre Musik muss vor allem laut sein und Mitsing-Potenzial haben. Dass das am einfachsten geht, wenn man grosse Hits bekannter Schweizer Künstler durch den Punk-Fleischwolf dreht, haben QL rasch gemerkt – und seit ihrem ersten Album «Heimatschutz» Anfang 2004 setzen sie auf dieses bewährte Konzept. Nach einem Abstecher in musikalisch etwas gepflegtere Gefilde – am 1.Januar 2010 veröffentlichten sie zusammen mit den Pepe Lienhard Horns «Humba Tätärä» – dreht das Quartett mit «Mach lut!» nun wieder voll auf. So können jetzt nicht nur Schlager-Liebhaber oder Freunde zeitgenössischen Jodelgesangs Francine Jordis «Feuer der Sehnsucht» mitsingen, sondern auch bierselige Partygänger. Auch Florian Asts «Daneli» – einst als die grosse Fusion von Ländler und Grunge hochgejubelt – kriegt von QL ein kompromissloses Punk-Kleid verpasst. Und sogar Neobandmitglied Schibä musste dran glauben. «Füür u Flamme», die Hitballade von Aextra, wurde für «Mach lut!» zum Highspeed-Rocksong verarbeitet. «Ganz ehrlich», sagt Schibä, «es hat riesig Spass gemacht, ‹Füür u Flamme› in ein neues Kleid zu stecken.» Wenn Schibä, Pät, Sägi und Tosi nun am kommenden Freitag, dem Tag an dem «Mach lut!» offiziell erscheint, ihre Verstärker im Bierkönig an der Scheibenstrasse in Thun aufstellen und einstecken, wird das Konzert für Schibä zu einer ganz besonderen Rückkehr: Das letzte Konzert, das er im Bierkönig gespielt hat, war der Abschluss der «Himmu u Höll»-Tour von Aextra, seiner Stammband aus Thun. «Natürlich hätte ich mir damals nie träumen lassen, dass ich eines Tages als Mitglied von QL auf diese Bühne zurückkehren werde», sagt Schibä. «Aber es freut mich natürlich, dass wir jetzt mit QL schon so früh auf der Tour in Thun Halt machen – zumal QL ja noch nicht so oft hier gespielt haben.» In der Tat kann das Mundart-Punk-Quartett erst auf drei Auftritte in der Kyburgerstadt zurückblicken. Aber wer weiss: Vielleicht werden es dank dem neuen Thuner in der Band in Bälde mehr. Für kommenden Freitag verspricht Pät schon mal die volle Dröhung. «Wir spielen das neue Album komplett und ergänzen es mit ein paar alten Klassikern.» Marco ZyssetQL im Bierkönig Thun: 11.11., 21 Uhr. www.bierkönig-thun.ch>

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