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Mit gesunder Stimme gut gestartet

Mit alten Perlen und

«Das ist unser erster Auftritt, eine Art öffentliche Probe – mit Eintritt natürlich», sagte Polo Hofer. Die «Probe» fand am Freitagabend im «Anker» in Interlaken statt, gespielt wurde vor ausverkauftem Haus. Für eine Probe war das, was geboten wurde, grosse Klasse: Kein Song wurde abgebrochen, keine Stelle zweimal gespielt. Die «Probe» war der erste offizielle Auftritt der «Prototyp»-Tour, die Polo Hofer mit seiner gleichnamigen CD, veröffentlicht im vergangenen Herbst, durch die Schweiz führt. Bereits am nächsten Abend folgte an selber Stelle der zweite, sogar noch frenetischer bejubelte Auftritt. Wobei auch dieses Mal ein grosser Teil von Polos witzigen Ansagen, aber auch seines Gesangs in einem Teil des Saales akustisch nur bruchstückhaft zu hören war. Im rund dreistündigen Programm spielten die neuen Lieder wie «I tröime mi zu Dir», «Lampefieber» oder «Wie söll me däm de säge süsch?» eine tragende Rolle. «Di nöii CD louft guet, so hei mer nachträglech no die Lieder glehrt», erklärte Polo Hofer. Die Komponisten dieser Songs, Polos langjähriger Weggefährte an den Tasten, HP Brüggemann, und mit ein paar Jahren weniger des Weges Mario Capitanio an der Gitarre, sind auch die beiden Köpfe der Tourband. Die eigentlich keinen Namen hat: ein Novum, bisher hiess es doch immer Polo Hofer und Schmetterband oder Polos Schmetterding und so weiter. Eine ebenso grosse Rolle spielten aber alte Lieder: etwa «Ruedi hets gmacht». «Scho lang nümm ghört, he?», sagte Polo und meinte damit wohl auch «I vermisse Di» oder «Ramona». Fünf Jahre ist es her, dass Polo Hofer zum letzten Mal offiziell auf der «Anker»-Bühne gestanden hat. Es war der Auftritt mit den kurzlebigen Alpinistos, ein Projekt mit Hanery Amman. In diesen fünf Jahren ist Polo Hofer trotzdem auf der «Anker»-Bühne gestanden, bei Gastauftritten mit mehreren Formationen. Sie ist dem nach schweren gesundheitlichen Rückschlägen wieder gesunden Hofer nie fremd geworden. Und auch seine Stimme hat er nach langwieriger Behandlung wiedergefunden: Ein Highlight war daher «Memphis», inszeniert im Stile einer Gospel-Sonntagspredigt mit überbordender Euphorie. In Polos Worten: «Das isch no Gospel! Nid sone Bo-Katzmann-Scheiss.» Und das darauf folgende «Ds letschte Hemmli» zog den Gospelzug noch eine Weile weiter. Den Schluss machte aber nicht der Zug, sondern das Tram, das letzte. Auch wenn die Fahrt mit diesem traurig sein mag, die «öffentliche Hauptprobe» im «Anker» war es nicht: Sie war Polo Hofers gelungene Rückkehr.Fabian von Allmen >

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