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Mit Glück und Können zum 2:0

1.-liga-fussballEin gutes Spiel endete mit einem glücklichen 2:0-Sieg für Thun U-21 gegen ein starkes Solothurn. Die Solothurner vergaben

Verkehrte Fussballwelt zur Pause: Statt eines 1:4 stand es 1:0 aus Sicht der jungen Thuner. Was war geschehen? Solothurns Auftakt war furios. Das spielstarke Ensemble von Trainer Roland Hasler beeindruckte mit einem gepflegten Kombinationsspiel. Doch der erste Konterangriff der Thuner führte gleich zum 1:0. Mathieu Salamand, der eine überragende Partie zeigte, überraschte mit einem genialen Pass in die Tiefe die Solothurner Innenverteidigung. Der schnelle Agron Mustafi antizipierte ausgezeichnet und konnte alleine aufs Gästetor losziehen. Ruhig und überlegt schloss er seinen Sololauf mit einem Flachschuss zum 1:0 ab (10.). Zwei Minuten später hatte Mirson Volina das 2:0 auf dem Fuss. Er schoss den Ball aus aussichtsreicher Position aber neben das Tor. Was danach folgte, gehörte aus Sicht von Solothurn ins Kapitel «Pannen, Pech und Pleiten». Nach einer Glanztat von Goalie Andreas Schmid, er wehrte aus kürzester Distanz mit starkem Reflex ab, musste Ervin Gashi auf der Torlinie retten. Weitere Grosschancen folgten beinahe im Minutentakt, und in der 24.Minute prallte ein Schuss des Argentiniers Paul Martin vom Lattenkreuz ins Feld zurück. «Ja, in dieser Phase hatten wir viel, viel Glück», sagte der Thuner Trainer Rüdiger Böhm. «In der ersten Saisonhälfte war es vielfach umgekehrt. Wir spielten, und die Gegner erzielten die Tore.» Nach 34 Minuten mussten die Thuner dieses Glück erneut in Anspruch nehmen. Eine Direktabnahme von Danny Hasler prallte an den linken Pfosten, von dort hinter dem am Boden liegenden Schmid an den rechten Pfosten und dann ins Feld zurück! Und dann war noch jene Chance, die man zuvor kaum jemals gesehen hatte. Pino Nocita hatte die Thuner Abwehr ausgespielt. Aus 16 Metern verfehlte er das leere Tor aber kläglich. Mit zwei 18-Jährigen In der Startformation des Böhm-Teams standen mit Torhüter Schmid (er erhielt diesmal gegenüber dem Standardgoalie David Moser den Vorzug) und Abwehrspieler Mergim Bajraktaraj zwei noch nicht 19-Jährige im Einsatz. Während der Schlussmann der Thuner eine vorzügliche Abwehrarbeit verrichtete, hatte Bajraktaraj in der Innenverteidigung einen deutlich schwereren Stand. Trainer Böhm erkannte dies und stellte in der zweiten Halbzeit auf seine Normalität um: Michael Siegfried, der im defensiven Mittelfeld begonnen hatte und dort nicht die von ihm erhofften Impulse setzen konnte, kehrte anstelle von Bajraktaraj wieder in die Innenverteidigung zurück. Dafür rückte Kevin Bigler ins Mittelfeld vor, was sich auszahlte. Der klein gewachsene, aber technisch starke Bigler, war auf dieser Position äusserst auffällig. Bester Mann auf dem Platz war aber Mathieu Salamand. Ein Tag vor seinem 20.Geburtstag war er die Schaltstation bei Thun U-21. Über ihn liefen die meisten Angriffe. Er war Vorbereiter des 1:0 und Vollstrecker des 2:0, das Mirson Volina mit grossem Einsatz vorbereitet hatte. «Wir sind stabiler geworden und haben gegenüber der Vorrunde grosse Fortschritte erzielt», sagte ein zufriedener Böhm nach Spielschluss. Wer solche Spiele gewinnt, hat den Spitzenrang, den die Thuner momentan einnehmen auch verdient. Zuversichtlich blickt man dem Match vom Donnerstag in Münsingen entgegen. Peter Voegeli>

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