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Mit kleinen Schritten

1.ligaDie Thuner Nachwuchsequipe rennt weiterhin einem Sieg hinterher – in Serrières spielten die Oberländer 1:1. Beim Gegner versammelt sich ein Hauch früheren Spitzenfussballs.

«Für uns gab es schon dümmere Unentschieden.» Fritz Binggelis Kommentar impliziert, dass die Thuner U-21 in dieser Saison öfter die Punkte mit dem Gegner teilt. Viermal musste sich die Mannschaft von Rüdiger Böhm mit einem Remis begnügen. Böhms Assistent Binggeli beurteilt das 1:1 in Serrières als gerechtes Resultat: «Eigentlich können wir uns über den Ausgleich nicht beklagen.» Wie vor einer Woche traf Mathieu Salamand, diesmal zur Thuner 1:0-Führung; wie vor einer Woche wussten die Oberländer diese auch lange zu verwalten, und wie vor einer Woche mussten sie in der Schlussphase doch noch den Ausgleich hinnehmen. Klingende Namen Bei unfreundlichen Bedingungen, der Herbst zeigte sich am Samstag mit Regen und Temperaturen unter 10 Grad von seiner garstigen Seite, bot sich den beiden Teams dennoch eine gute Spielunterlage – auch Serrières hat einen Kunstrasen. «Das Terrain war sicher kein Nachteil», sagte Binggeli, schliesslich spielt auch der Thuner Nachwuchs in der neuen Arena auf Kunstrasen. Vielmehr schreibt der Assistenztrainer den verpassten Sieg der Qualität des Gegners zu: «Serrières hat einige individuell sehr starke Spieler.» Einer davon ist diese Saison noch gar nie zum Einsatz gekommen. Im Sommer unterschrieb Julio Hernan Rossi einen Vertrag bei Serrières, der langjährige NLA-Stürmer (272 Spiele, 107 Tore) war zuletzt bei Xamax nicht mehr erwünscht gewesen. Der Argentinier kämpft aber mit Rückenproblemen, deshalb erschien sein Name auf dem Matchblatt bis anhin stets unter «blessé» – verletzt. Für einen weiteren Hauch von ehemaligem Spitzenfussball sorgt bei Serrières Charles Wittl. Der Ghanaer, einst bei Xamax, Aarau und Lausanne, agierte für die Romands noch letzte Saison als Spielertrainer und erzielte dabei immerhin zwei Tore – nun hat sich Wittl definitiv an die Linie zurückgezogen. Im Thuner Nachwuchs indes ist kein Platz für ausrangierte Spitzenfussballer. «Wir werden jede Saison fast neu zusammengesetzt, es braucht Zeit, bis alles passt», erklärt Binggeli die Zwischenbilanz, die mit Rang 14, 7 Punkten und erst einem Sieg durchzogen ausfällt. Seit drei Spielen sind die Oberländer zwar ungeschlagen, mit Resultaten wie in Serrières bewegen sie sich aber weiterhin mit kleinen Schritten vorwärts. Moritz Marthaler>

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